Band 
Vierter Theil.
Seite
340
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340 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

s,s,gs-mr,sAupf-r-darüber zu handeln scheinen, sind indeß dadurch undeutlich, daß Basiliusbestimmt manchmal unter Essig Schwefelsaure versteht (vergl. Seite 333);wo er mitunter Auflösung des Kupfers in Essig, Calciniren des entstehen-den Vitriols an der Lust, Austreiben der Saure durch starke Hitze, Auflösenvon Eisen in der so erhaltenen Saure, Calciniren und Destilliren des ge-bildeten Eisenvitriols und Bereitung einer starken Säure, von welcher manim Wasserbad das Phlegma abziehen könne (vergl. Seile 303 des III. Theils),vorschreibt, muß er nothwendig unter Essig Schwefelsäure verstanden haben,denn nur auf diese Saure paßt, was er angiebt. Unter den vielen Vor-schriften, Grünspan in Essig zu lösen und zu einem Vitriol (einem krystal-lisirten Metallsalz) zu machen, mögen indeß auch manche auf wirklichenEssig Bezug nehmen. Die Bereitung des krystallisirten essigsauren Kupfersist den späteren Chemikern bekannt; in der 1789 aufgestellten antiphlogisti-schen Nomenclatur wurde es von dem gemeinen Grünspan als scetite <1ecuivre cristsllise V0M acetite äe cuivre svec exces 3'oxille cle cuivreunterschieden.

Für den Körper, welcher bei den Griechen sog<bei den Römern »ervA»hieß, kommen im Deutschen die Bezeichnungen Grünspan und Spangrünschon im 15. Jahrhundert vor. Schon zu jener Zeit war die Ansicht herr-schend, diese Bezeichnung bedeute eigentlich Spanischgrün (servZo, Grün-span oder Spanschgrün, guoä prilno sh Hispsni8 sä Oerinsnos sit sllats,erklärt Agricola); Andere erklären das Wort so, daß es eigentlich Kupfer-span-Grün (von der Anwendung von Kupferspänen zu seiner Bereitung)bedeuten solle.

Sssigsaur-S Zink- Geber scheint bereits essigsaures Zinkoxyd gekannt zu haben; luti»^ °xy». caicinstnr, et resolvitur in sceto llistilisto, et sie est praeparsts, sagt erin der Schrift äe investi^stione rnsAisterii. Ebendaselbst ist von demessigsauren Eisenoxyd die Rede: Lrocu« kerri ciisroivenäus est in scetoäistilisto, et est clsrilicsnäns, et Iisec sgns rubicunlls, croces conAelsts,äst tiln crocum sptnm, et est Isctum.

sssigsnur-s K°ii. Essigsaures Kali in Auflösung war, nach Plinius, schon bei denAlten als Arzneimittel gebräuchlich, freilich nur im unreinen Zustande, wiees durch Auflösen von Asche in Essig erhalten wurde. Raymund Lullerhielt dieses Salz schon im festen Zustande, als er Holzasche mit Essig