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Organische Säuren.
"Uszog und abdampfte (vergl. Seite 6), ohne indeß die Eigenthümlichkeit Essigs»»«« .«»».desselben zu beachten. Philipp Müller, ein Arzt zu Freiburg im Breis-gau, dessen blirscula et m^steria kch)-mico-in6äica 1610 zuerst veröffent-licht wurden, erwähnt darin des trocknen Salzes zuerst unter dem Namenteri-A sollst». — Die Essigsaure und die Weinsteinsaure wurden damalsuicht für verschieden gehalten, und deshalb (auch mit Beziehung darauf, daßdas essigsaure Kali meist aus calcinirtem Weinstein dargestellt wurde-) erhieltdas Kalisalz der ersteren Saure die Benennungen isrtsrus vini oder tsr-tsr„8 regenerstos (so in Tachenius' Hippocrstex ck^micus, 1666,
Und noch in Boerhave's Idiome otis cliooiise, 1732), srcsnnm loitsri u.a.
Das essigsaure Ammoniak wurde im Anfange des 17. Jahrhundertsuls Arzneimittel bekannt, wo es Raymund Minderer, ein aus Augs-durg gebürtiger und 1621 verstorbener Arzt, besonders empfahl, nach wel-chem es auch als Spiritus oder liguor oplrtlislmicus blinderer! bezeichnetwurde. Daß dieses Arzneimittel aus Essigsaure und flüchtigem Laugensalzdestehe, zeigte Tachenius in seinem Hippocrstes ck^inicus 1666. Oftwurde wahrend der vorigen Jahrhunderte dieses Präparat auch als s»I »m-Nwniseuin li^uidum oder flüssiger Salmiak bezeichnet, weil es das einzigeAmmoniaksalz war, das man nur in dem flüssigen Zustande kannte. —
Essigsaures Natron stellte schon Duhamel 1736 dar (vergl. Seite 32);Essigs<mr,iRatr°».'M krystallisirten Zustande scheint es zuerst I. F. Meyer zu Osnabrück"halten zu haben, welcher desselben in seinen »alchymistischen Briefen«
1767 erwähnt-
Das neutrale essigsaure Bleioxyd kannte Basilius Valentinus Essigs»»«« »i«.'M 15 . Jahrhundert. In seiner »Wiederholung des großen Steins deruralten Weisen« sagt er: »Da der distillirte reine Essig auf den zerstörten8»tornon> gegossen und in der Warme der heiligen Marien« (im Wasser-rad) »erhalten wird, so verlieret er seine Säure ganz und gar, und wirdsüße wie ein Zucker; dann des Essigs zwei oder drei Theile davon abdistillirt,und in Keller gesetzt, so wirst du schöne weiße durchsichtige Steine finden,gleich den Crystallen«. In seinen »Schlußreden» giebt er an: »Man extrs-lurt vom csldiiirten 8stnrno mit sceto distillato ein crystallisch Saltz«.
Am ausführlichsten spricht er über die Bereitung des Bleizuckers in seinen"Handgriffen«, wo er vom Particular 8sturni handelt; hier lehrt er ihn"us Bleiweiß darstellen, und meint, »die Erystalle sehen wie ein schöner