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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
W-mst-inssur- mittet dem Essig an die Seite stellt. Lange Zeit wurde fast allgemein der
Frühere Erfahrun-
nd," selbst nicht für ein Salz, im jetzigen Sinne dieses Wortes, ge-
halten; man leugnete, daß Kali darin vor der Verbrennung bereits existire(vergl. Theil l>I, Seite 42 ff.). Sehr oft wird der Weinstein zwar schonin dem 17. Jahrhundert als ein salziger Körper bezeichnet, aber man mußsich hier erinnern, daß das Wort Salz damals auch auf die Sauren ging,und für eine Saure hielt man den Weinstein. Mit dieser Saure glaubteman durch Behandlung mit Mali ein Salz zu bilden, aus welchem einezugesetzte stärkere Saure die schwächere (den Weinstein) wieder abscheide;man erklärte auf diese Weise die Beobachtung, welche schon Stahl in dem8pecimsn Lecllerisnum (1702) mittheilte, daß nämlich ein sehr reinerWeinstein durch Sättigen des rohen Weinsteins mit kohlensaurem Kali,Filtriren und Zusetzen von Schwefelsäure erhalten werden könne. So meintnoch Boerhave 1732 in seinen Llemenris cllemise, die Säuren existirennur selter; in fester Gestalt, und nur in den Pflanzensäuren und dem Wein-stein habe man feste Säuren; und wo er von der Destillation des Wein-steins handelt, sagt er, dies sei eine höchst merkwürdige Operation, da hierschon bei mäßiger Wärme ein Alkali aus Säure erzeugt werde (wts msss»
tsrtsri erst ubigue mere scisis;-sols sctione lAnis non insAlN
insxims tolln« molis psr« convertitur ex scisis in slcslinsrn versin sin^eersm). So glaubten Duhamel und Grosse, welche 1732 und 1733der Pariser Akademie Versuche über die Bereitung von auflöslichem Wein-stein vorlegten, der gewöhnliche Weinstein sei im Wesentlichen eine wahreSäure, wie der Essig. Noch in der preußischen Pharmakopöe von 1781wurde der gereinigte Weinstein als sciäum Isrtsri bezeichnet.
Es waren indeß schon früher Versuche angestellt worden, aus welchenman auf den Alkaligehalt des Weinsteins hätte schließen können. Kunkelhatte bereits 1677 in seinen »Chymischen Anmerkungen von denen krin-cipiis angegeben, der Weinstein werde durch Kochen mit der dop-
pelten Gewichtsmenge Kalk in ein Alkali verwandelt; er sagt, es scheidensich hierbei die erdigen Bestandtheile des Weinsteins ab. Ebenso beobachtetenDuhamel und Grosse 1732, daß Weinstein mit Kalkwafser gekocht undsiltrirt eine Auflösung gab, welche alkalisch schmeckte; sie urtheilten übrigensauch, der unlösliche Körper (weinsteinsaurer Kalk), der sich hierbei bilde, seierdige Verunreinigung, die dem Weinstein beigemengt gewesen sei, und dieKrystalle, die in der absiltrirten Flüssigkeit entstanden (das neutrale wein-