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Organische Säuren.
d" Salpetersäure auf diese Substanz beschreibt; er fand, daß sich dabei Echl,i„,s„u«.Zuckersaure (Kleesaure) und ein weißes schwerlösliches Pulver bilden, welchesletztere er als eine eigenthümliche Saure erkannte. Er bezeichnete dieselbe alsaciclum ssccliaii Iscti« oder sclckum Anlactossocliorinnii» (im Franzö-sischen wurde sie hiernach sciüe sacctio-isctigue oder abgekürzt ssclactiguegenannt). — Ehe Scheele's Entdeckung in Deutschland bekannt wurde,veröffentlichte auch Hermbstädt (1782) eine Untersuchung, des Milch-zuckers; auch er fand als Resultate der Einwirkung der Salpetersäure Zucker-sauce und einen schwerlöslichen Körper, hielt aber diesen letzteren, welchen erkalkhaltig erhielt, für zuckersauren Kalk. Milchzucker, meinte er, sei einSalz, welches aus Zuckersäure, Kalkerde und Phlogiston bestehe; ein Theilder Säure sei mit Kalk zu dem schwerlöslichen Körper, der größere Theilaber mit Phlogiston zu einer zuckerahnlichen Substanz verbunden; Salpeter-säure zerlege die letztere Substanz, und scheide den ersteren Körper aus.
Hermbstädt vertheidigte noch nach dem Bekanntwerden von Scheele'sArbeit (1784) diese Ansicht, ohne übrigens die Zustimmung der Chemikerzu erhalten. — Scheele fand 1785, daß auch Traganthgummi mit Sal-petersäure solche Milchzuckersäure giebt; Fouccroy nannte dieselbe, weil sieÜberhaupt aus Pflanzenschleimen dargestellt werden könne, Schleimsaure(acicie innguenx).
Scheele hatte schon 1780, und Hermbstädt 1784, die Bildung »-«nschl-imsE.eines sauren Sublimats bei der trocknen Destillation der Schleimsäure wahr-genommen, und Ersterer verglich ihn dem Gerüche nach mit einer Mischungvon Bernstein- und Benzoesaure. Trommsdorff behauptete 1808, beider Destillation von Schleimsaure bilde sich Essigsäure und brenzliche Wein-steinsäure, und zugleich sublimire Bernsteinsaure (er zeigte damals auch, daßdie Schleimsaure keinen Stickstoff enthalte, was bisher'meistens angenom-men worden war). Die Eigenthümlichkeit der Brenzschleimsaure erwiesHoutou-Labillardiere 1818.
Schon Libavius spricht in seiner ^Ick^mis (1595) von der Auf-Kam»,,,-säur,,losung des Kamphers *) in Salpetersäure. Um oleum csphurae (statt
') Des Kamphers soll zuerst Aetius, gegen das Ende des 5. Jahrhunderts,erwähnen. Lange Zeit waren die Ansichten über den Ursprung und die Naturdesselben sehr irrig. Noch Agricola hielt ihn in seiner Abhandlung <te