Band 
Vierter Theil.
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Organische Säuren.

(1832)^ ein damit übereinstimmendes Resultat erhielten Pelouze und3- Gay-Lussac 1833, welche auch die Identität zwischen der MilchsäureUnd der sogenannten Nancysaure bestätigten. Braconnot zu Nancy hattenämlich 1813, wo die Existenz einer eigenthümlichen Milchsäure von vielenChemikern als widerlegt betrachtet wurde, bemerkt, daß Reis mit Wasser,Runkelrübensaft und ähnliche Körper unter Bildung einer besonderen SäureHauer werden, welche er nach seinem Wohnort als seid« usnceigue bezeichnete;daß diese Säure Milchsäure sei, erkannte A. Vogel in München 1818.

Ueber die Säure des Eitronensaftes, auf welche man schon sehr früheachten mußte, ist mir erst aus dem 13. Jahrhundert eine Erwähnung vonleiten eines Chemikers bekannt; Vincentius Bellovacensis sagt inöem 8pecr>ium natursle: 8olutivs corporum mults sunt, nt sgus limomim,Ve! pomnrum citrinorum, (fiiae dicuntur melsnAoli, vel srsnAÜ, diHI-1»tz flirr, IM. In ähnlicher Weise, die Säure auch nur nach ihrer aus-

gasenden Wirkung betrachtend, sagt auch noch Boerhave in seinen Klo-u>eatiz «Remise (1732), es gebe sehr starke vegetabilische Säuren, guum^necuz recens sursntii, citrei limonii, plumlmm, 8tsnmim, ciiprum, 1er-auin 3is8olvst, 8sti8gne fortiter cslcinsre fliest, segne gusm 1os8ilisaci3g. — Die Eitconensäure wurde mit anderen vegetabilischen Säurenverwechselt; N. Lemery hielt sie für Weinstein, und meinte, bei der Be-saitung des kixtrait äe Usrs speritis aus Eisenrost, Wasser, Most undZitronensaft wirken Ie8 8uc8 tsrtsreux 3» rsi8ln et 3e8 limous; Stahl(iialt sie für Essigsäure. Daß sie hiervon verschieden sei, zeigte RetziusR den Schriften der Stockholmer Akademie für 1776; er gab hier eineUntersuchung der Sauren in den Tamarinden und in dem Citronensaft; vonbeiden stellte er das Kalksalz dar, und schied aus dem mit Tamarinden be-tteten durch Schwefelsäure eine krpstallisirbare Säure, die er als identischu»t der Weinsteinsäure betrachtete; die Säure aus dem Citronensaft isolirte^ Uicht, gab aber an, sie unterscheide sich von der Weinsteinsäure dadurch,sie nicht ein im Wasser schwerlösliches Kalisalz bilde, und von der Essig-saure darin, daß ihr Bleisalz in Wasser unlöslich sei. Die krystallisirte Citro-tttsaure und ihre Darstellung beschrieb zuerst Scheele 1784.

Milchsüur-

Den Saft von sauren Birnen betrachtete bereits Geber (vergl.Seite A,»f,ls«uals eine Säure oder auflösende Flüssigkeit. Der auflösenden Kraft,