Band 
Vierter Theil.
Seite
372
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372 Beiträge zur Geschichte der organische» Chemie.

xrm,Ansicht,n Niederschlag von Vitriol und Alaun mit Blutlauge auch durch etwas Sal-petersaure blau machen könne, daß auch ohne Zusatz von aller Saure nachder Präcipitation sich ein blauer Niederschlag erhalten lasse, und daß dies be-sonders gelinge, wenn man einen Eisenvitriol anwende, der lange ausgelostgewesen sei, und aus welchem sich Eisenerde abgesetzt habe (eisenoxydhaltigcNVitriol). — Die Blutlauge nennt er auch un sllesli renäu sicklureux parune mutiere snlmsle ; was dem Alkali hier zugemischt sei, lasse sich au>besten mit dem Phosphor vergleichen; in dem Berlinerblau sei ein Principesnilurenx extruit cles matieres unimsiea, snktilise pur le teu, reuai säes purties kerrn^inenses extremement 6ivise'es et soint a nne terre ab'sordsnte. Geoffrop erwähnt noch, daß das Berlinerblau bei dem Er-hitzen in verschlossenen Gefäßen flüchtiges Laugensalz entwickele.

Eine ähnliche Ansicht äußerte der Franzose Menon 1747 und 1749;auch nach ihm kommt die blaue Farbe dem Eisen wesentlich zu; Berliner-blau sei Eisen, welches durch das Brennbare der Blutlauge von aller salz-artigen Materie genau geschieden sei, und Erde aus dem Alaun, deren Farbedie dunkle des Eisens etwas Heller werden lasse.

Die eben besprochenen Meinungen gingen schon zum Theil dahin, daßdas Alkali bei dem Ealciniren mit Blut brennbare Bestandtheile aufnehme,xhlogistisirt werde. Diese Ansicht führte Mac quer weiter aus; seine ersteAbhandlung über das Beclinerblau (1749) beschäftigte sich vorzüglich mitder Anwendung desselben in der Färberei, seine zweite (1752) untersuchtedie Bestandtheile dieses Farbenmaterials. Macquer zeigte hier zuerst gegendie früher manchmal geäußerte Meinung, wonach nur der brennbare Bestand-theil des Eisens in dem Berlinerblau enthalten sein sollte, daß dieses Metall ganzdarin enthalten ist; sodann beschrieb er, wie Alkali auf diesen Körper einwirkt-sn,d,-ung Er fand, daß dabei Eisenkalk zurückbleibt, und daß das Alkali eine Sub-stanz aufnimmt, die es zum Theil neutralisirt; wenig Alkali mit überschüs-sigem Berlinerblau gekocht, wurde neutral, und die Flüssigkeit fällte EistN-lösungen blau. Macquer zeigte noch, daß der Alaun und die in ihn>enthaltene Erde zur Bildung des Berlinerblaus nichts beitragen; er erklärtedieses Pigment für Eisen, das durch einen besonderen Stoff blau gefärbtsei; dieser Stoff sei brennbarer Natur, phlogistonartig; daher der Namephlogistisirtes Alkali für dasjenige, mit welchem dieser Stoff nach Mac-quer's Verfahren verbunden worden ist.

Das so erhaltene phlogistisirte Alkali (das Blutlaugensalz) hielt ma»