Band 
Vierter Theil.
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Farbe ft off e

Die ältesten Schriften der Jsraeliten und der Griechen erwähnen schongefärbter Stoffe; durch besondere Zweige der Färberei waren einzelne Städte r-mb».berühmt, wie z. B. Tyrus durch die Purpurfärberei. Von der Veränderungber Farbestoffe durch chemische Agentien scheinen die Alten besonders dieThatsache gekannt und genutzt zu haben, daß alkalische Substanzen dem ro-Iheri Farbestoff eine violette Schattirung giebt. So berichtet Plinius, wokr von der Purpurfärberei handelt, man setze dem Farbestoff (gefaulten) Uriniu. Au demselben Zwecke wurde nitrum (kohlensaures Natron) angewandt;

^lutarch, in der Schrift cke oraculorum ckelectu, spricht von dem Zusatzvon Nicrum bei dem Färben mittelst Coccus, und Plinius sagt: sclsorcliilum nitrum Optimum est, tan<juam ack inlieienclas purpurssUneturoz^ue om»es.

Auch über die Verbindungen von Farbestoffen mit Erden und Metall-

, Lackfarben und An-

°kyden, die Bereitung von Lackfarben und die Anwendung von Beizen,wußten die Alten Einiges. Von der Darstellung unvollkommener Lackfarbenfpticht Plinius. kurpurissum 8 crets arAentsris werde dargestellt, indem^an eine Erde, wohl einen sehr reinen Thon, mit Farbebrühe behandele,welche durch jene Erde begierig eingesaugt werde; Indigo werde verfälscht,wdem man Selinusische Erde mit Indigo oder Siegelerde mit Waid färbe(vergl. unten bei Indigo); die Farbe, welche caeruleum genannt wurde,

^erde verfälscht durch eine Farbe, die aus Eretrischer Erde und Veilchensastgewacht werde (kraus, viola aricks ckecoct» in sgua, succogue per linteum^pressn in cretsm Lretriam). Ebenso spricht Vitruvius von der Darstel-^Ng gefärbter Erde (liunt purpurei colores inkecta creta rudiae rsckice et^6>no). — In Aegypten scheint schon früher die Anwendung eigentlicher