Chlornalrium mit iodsaurem Natron.
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mischt, schmelzen viel leichter, als schwefelsaures Kali.Die erkaltete Masse ist glasartig, bekommt wahrend desErkaltens viele Risse, ohne dabei zu leuchten, und wirddadurch bröcklich, aber nicht krystallisch. Die Auflösungder Masse in heifsem Wasser scheidet während des Kochenskein schwefelsaures Natron aus, gibt aber beiin Erkaltenunter l'hosphorcsccnz wasserfreie Krystalle von der Formdes Schwefelsäuren Kali’s, welche auf I At. schwelel-saures Natron 1 % bis *2 At. schwefelsaures Kali halten,llisweilen schiefst beim Erkalten ein Natron-reicheres SalzU 11 , Und dann ohne Keuchten. Auch heim Zusümmenscbmclzctlvoll Schwefelsäuren! Kuli mit Kochsalz erhält mail eine Masse , derenheifso Lösung beim Erhalten unter Leuchten dieselben Krystalle absetzt,frei von Chlor. — 2 At. schwefelsaures Natron mit 3 At. Schwefelsäu-ren! Kali schmilzt schwierig zu einer beim Erkalten stark zerbröckelndenMasse, die nach dem Lösen in heifsem Wasser beim Krystallisircn mirwenig Licht gibt. H. Rosk (Voytj. 52, 452). vgl. [I, 197).
Schmelzt man 1 At. selensnures Kali mit 1 At. schweftlsaurem Na-tron zusammen, und löst die Masse in heifsem Wasser, so bilden sichbeim Erkalten unter lebhaftem Leuchten Kryslalle von der Form desschwefelsauren Kali’s , beim Erhitzen verluiisteriid , welche 41,38 l’roc.Kali, 9,51 Natron, 4,84 Selensäure und 44,US Schwefelsäure halten.11. Hosn CVoijy. 52, 588).
E. Sal/jetersaures Natron-Kali? — Aus der Lösung von 1 'l'h.salpetersaurcm Kali und 1 Th. salpetersaurem Natron in 3 Th. kochen-dem Wasser schiefseu beim langsamen Abkühlen lange, seidengläuzende,sternförmig vereinigte Nadeln au. Loosk (f ’harm. Ceutratblatt 1837,505 ).
Natrium und Natrium.
A u. H. — i Al. Kochsalz verhält sich beim Zusammcn-schinelzeu mit 1 At. kohlcnsaurcm Natron oder mit I At.schwcfclsaurem Natron, wie die entsprechenden Kalium-verbindungen (II, 71, I) u. C). DöllEHEINER.
C. Verbindung des Chlornalriums mit iodsnurem Na-tron. — 1. Bereitet man mit Chloriod und kohlensauremNatron (ii, iog, 2) iodsaures Natron, so schiefst dieses beimAbdampfen zuerst rein an, dann bei einer höheren Tempe-ratur und Eoncentration in Verbindung mit Kochsalz. — 2.Fügt man zu wässrigem iodsauren Natron ziemlich viel Na-tronlauge, und leitet Chlorgas hindurch, bis kein lialb-überiodsaures Natron mehr niederlVillt, so krystallisirt ausder abgegossenen Flüssigkeit zuerst das Clilornatrium in' erbindung mit iodsaurem Natron, dann für sich, dann mitchlorsaurem Natron gemengt.
Luitbeständige, wasserhelle 4seiti"’e Säulen, oft durchVorherrschen von *2 Seitenflächen tafelförmig. — Die Kry-stalle werden beim Erhitzen undurchsichtig, verlieren ihrWasser, und schmelzen zu einer klaren Flüssigkeit, welcheblofs Sauerstoffgas entwickelt, und lassen nach sehr starkem