Buch 
Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / Leopold Gmelin
Entstehung
Seite
131
JPEG-Download
 

Phosphorsaures Lithon-Natron. 131

liehe, nicht weiter untersuchte Krystallc nbscheiden. Leichtin W asser löslich. Beiizei.ius.

Lithium und Stickstoff.

A. iSulpelersaures Lilhon. Rhombische Säulen, C.Gmeiax, die in gelinder Hitze zu einer klaren Flüssigkeitschmelzen; schmeckt wie Salpeter, Aiifvedson, schmecktsehr stechend, Vauquei.ix, C. (j!.hei.i\. Z erlliefst äufserstsclniell an der Luft; auch in starkem Weingeist löslich. C.

UMEUN.

B. Phosnhormures LU hon - Ammoniak. Fällt heimlangsamen Abdampfen eines wässrigen Gemisches eines Li-thonsalzes mit phosphorsaurem Ammoniak in durchsichtigenKörnern nieder. Bildet sich nicht bei überschüssiger Phosphorsälireoder zu verdünnter Lösung, bei deren Abdampfen Ammoniak entweicht. Gleicht im Aeufsern dem phosphorsauren Bittcrerde-Ain-moniak; schmilzt vor dem Löthrohr leicht unter Verlust desAmmoniaks, worauf es sich mit salpetersaurem Kobaltoxydblau färbt. Beuzeiaus ( hehrb. 4, 213).

. C. Schioefelxaures Li/hon-Aminoniak. Tafelförmige,leicht lösliche Krystallc, Avelche beim Glühen einfach-schwe-lelsaures Lithon lassen. Arfykdsox.

Lithium und Natrium.

Phosphorsaures Lithon-Natron. Bildet sich beimAbdampfen eines wässrigen Lithonsalzcs mit phosphorsau-rem Natron zur Trockne. Die Flüssigkeit trübt sich beimAbdampfen, aber erst beim völligen Eintrocknen scheintsich der gröfste Theil des Doppelsalzes zu bilden, der dannbeim Behandeln des Rückstandes mit Wasser ungelöst zurück

bleibt. Dampft mail ein Lithonsalz mit metaphosphorsaurem oder pyro-Phosphorsaurem Natron ab, so trübt sich die Flüssigkeit in ersterein*'alle stärker; aber nach völligem Abdampfen ist in beiden dieselbe Menge

desselben Salzes gebildet. "Weifses, leichtes Blllvcr» Schmilztvor dein Löthrohr auf Platindrnth ziemlich leicht zu einerdurchsichtigen Kugel, die beim Erstarren weifs, undurch-sichtig und krystallisch wird; zieht sich, auf Kohle ge-schmolzen, in dieselbe. Wird durch Glühen mit ätzendemoder kohlensaurein Kalk zersetzt. Glüht man das Salz mit 3Th. Kalkhydrat, so zieht kochendes Wasser das Lithon aus, durch Ab-dampfen,Abliltriren vom kohlensauren Kalk, Sättigen des Filtrats mitSalzsäure, Abdampfen zur Trockne und Ausziehen mit Weingeist alsL'hlorlithiiini zu gewinnen. F.s greift, mit kohlensaurein Natron geschmol-zen, womit es ein klares, heim Erkalten trüb werdendes Glas bildet,die aus Platin bestellende Unterlage nicht an; dagegen, mit kohiensau-rem Kalk geschmolzen, daun mit Wasser befeuchtet, daun wieder geglüht. Löst sich sehr schwer in kaltem Wasser, etwas leichterin heifsem, fast gar nicht in'Wasser, welches phosphor-