K i n f a c h - S c h w e f e 1 b n r y n m.
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verändert, und verpufft unvollständig mit chlorsaurem, voll-ständig mit snlpetersaurein Ivali. Bertihe«. Wasserdanipfüber rothglühendes JSchwefelbaryum geleitet, verwandelt esunter Freiwerden von Wasserstoffgas in Schwefelsäuren Ba-ryt. lli.uNAii.T (Ann. Chim. Pht/s. oa, 386). Es entwickelt mitwässrigen Säuren selbst mit Salpetersäure und Salpeter-salzsäure^ reichlich ilvdrothiongas. Bertiher. An der Luft,deren Wasser und Rohlensäure eimvirken, entwickelt esgleichförmig und anhaltend Uydrothiongas. Es möchte sicheignen, um In Zimmern solcher Kranken, denen das Eiualhmen vonUydrothiongas dienlich ist, dieses zu verbreiten.
Mit Wasser zerfällt das Einfach-Schwefelbaryum in Ba-ryt und in Ilydrothion-Schwefelbaryum c2iia.s + ho = nao +BaS,HS), oder in Baryt und Zweifach -Hydrothion- Baryt(2I)aS -f ail() = BaO H- Bat), 21IS ). Uirs geht aas folgenden Versuchenvon tl. Hose ( Pot/t/. 55, 415) hervor: Behandelt man aus schwefelsau-rem Baryt mit überschüssiger Kohle in der Weifsglühhitze dargestelltesSchwefelbaryuni Omni nacheinander mit zur Lösung des Ganzen unzu-reichenden Mengen kalten Wassers, welches jedesmal 24 St. lang inverschlossener Flasche darauf einwirkt, so sind die 2 ersten Lösungenblassgelb , geben mit Salzsäure aufscr viel Hydrothiongas einen Nieder-schlag von Schwefel, und entwickeln mit neutralem schwefelsaurenManganoxydul reichlich Hydrothiongas. Also halten sic Ilydrothion-Schwefelbaryum ( Zweifach"- Hydrothion - Baryt) nebst etwas Mehrfach-Schwefelbaryum. Die dritte Lösung verhält sich wie Einfach-Schwefel-barviim (Eiufach-Hvdrothion-Baryt) mit einem kleinen Ueberschusse vonHydrothion. Die vierte eben so, jedoch mit einem kleiuen Ueberschussevon Baryt. Dieser wird in der fünften bis siebenten Lösung immer mehrvorwaltend, und die achte und neunte Lösung verhält sich wie reinesBarytwasscr.
Hiue Lösung des Schwefelbaryuin.s in nicht zuviel kochendem Was-ser, in verschlossener Flasche einige Jahre hiiigestellt, setzt zuerst Ha-rytkrystalle ab, dann schuppige Krystalle (a), welche ein Gemisch vonBarytkrvstallcn und gewässertem Einfach-Schwefelbaryum sind, hieraufdoppelt’Oseitige Pyramiden (d), dieselben Bestandtheile haltend, dochviel reicher an Schwefelbaryuin. Die Mutterlauge, in einer Hetorteimmer weiter eingekocht, wobei sich fortwährend Hydrothiongas ent-wickelt, setzt beim Erkalten ein weifses Pulver von gewässertem Ein-fach-Schwefelbaryum ah Ca, b, c), während Ilydrothion-Schwefelbaryumgelöst bleibt. H. Hose (Puii</. 55, 415).
Gewässer Ich Ginfach - Schice/ eluaryum oder Einfach-Hydrothion-Baryt. — Weifses Pulver, welches sich selbstbei abgehaltener Luft j2;elb färbt. Sogleich mit der zur voll-ständigen Lösung erforderlichen YVassermenge behandelt,gibt es eine Flüssigkeit, welche mit schwefelsaurem Man-ganoxydul kein Hydrothion entwickelt5 aber eine ungenü-gende Wassennenge zieht Ilydrothion-Sehwcfelbaryuin ausund lässt Baryt zurück. IT. Bose.
BaS6 HOBaO
Berechnung. U. Hose: a
84,G G1,04 5G,99
38,96 42,09
0,92
54
h c
53,72 51,90
41,82 40,99
4,46 7,02
BaS,GHO 138,G 100,00 100,00 100,00 100,00
Den 3 von H. Hose untersuchten Proben waren verschiedene Mengen vonwasserhaltigem Baryt beigemischt.