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i$ a r y u m.
a. 100 Th. schwefelsaurer Baryt, in einem Kohlentiegelheftig weifsgeglüht, liefern 72 Th. Schwefelbaryum. Bkn-TiiiKii (/!»». Chim. Phi/s. 22, 831). — I). Um aus natürlichemSchwefelsäuren Baryt andere Baryumverbiiulimgen zu er-halten, setzt man ihn mit ungefähr '/, Tb. Kohle einer star-ken Rothglühhitze aus. Da die Masse nicht schmilzt, somuss der Schwerspath leingepulvert und mit der Kohlegenau gemengt werden 5 Zusatz von Harz, Gel. Mehl u. s. w.,welche das Zusammenkleben der Theilchen befördern, istdienlich.
a. Man glüht das Gemenge in einem bedeckten irdenen oder bessergusseisernen Tiegel. Das Glühen ist mehrere Stunden lang zu unter-halten, bis sich aus der Masse kein Kohlenoxydgas mehr entwickelt.Hierzu eignet sich bei greiseren Mengen das Keiler des Töpfer- oderZiegel-Ofens. JlKK/.ti.irs empfiehlt 8 Th. Schwerspath, 1 Th. Kohle,2 Th. Harz und 2 Th. lloggenmehl.
ß. Man formt aus 1 Th. Scltwerspalhpulver und % Th. Kohle oderbesser Steinkohlenrufs mittelst zugesetzten Kleisters von V 8 Th. MehlStangen. Nach dem Trocknen derselben füllt man einen W'indofcn 1 Fufshoch mit glühenden Kohlen , schichtet hierüber die Stangen mit frischerKohle, bedeckt das Ganze mit einigen glühenden Kohlen, und, wennder Ofen in volle Glutli geratlien ist, bedeckt man die Kohlen mit Ascheund liacksteinen und verschliefst den Ofen. Nach dem Erkalten zeigensich die Stangen in Schwefelbaryum verwandelt. IjIkiiig (An«. Pharm.35, 115). Otto (Aim. Pharm. 26, »3) umwickelt die Stangen mit I’a-pier. Einen Ofen hierzu beschreibt Amiion (J. pr. Client. 9, 400).
y. I'm Schmelzung und dadurch leichtere Zersetzung des schwe-felsauren llnryts zu bewirken , kann man eine Kalium- oder Nati-ium-Verbindung dem in einem Tiegel zu glühenden Gemenge von Schwerspathund Kohle zufügen. Dieser Zusatz schadet nichts, wenn man aus deingelösten Schwefelbaryum durch kohlensaures Natron kohlensauren Barytzu füllen beabsichtigt; sollen aber daraus durch Zusatz von Salzsäureu. s. w. andere Uarytsalze dargestcllt werden, so ist wiederholtes l'in-krystallisiren derselben nöthig, um das beigemischte Kali- oder Natron-Salz zu beseitigen. — Brruot.z (A. Oelil. 1, 310) glüht 4 Th. Schwer-spath mit V, (besser 1) Th. Kohle und 1 Th. Kochsalz. — Dvri.os (Br.Arch. 30, 275) glüht 12 Th. Schwerspath mit 3 Th. trocknem schwefel-sauren Natron und 8 Th. (besser 3 Th.) Kohle.
Das auf eine dieser Weisen erhaltene Schwefelbaryum wird inkochendem Wasser gelöst und von unzersetztem Schwerspath, Kohle,Schwefeleisen und andern l'nreinigkeiten ablillrirt, bevor man die Säurezufügt , deren Salz man erhalten will.
Glüht man gepulverten eisenfreien Schwefelsäuren Baryt mit wenigKohlenstotT-haltender Materie, so erhält man den Bulut/iieser I.eachtstein(I, 184), welcher als ein Gemenge von Schwefelbaryum und unzersetz-toin schwefelsaureu Baryt zu betrachten sein möchte.
Gas nach 3, a erhaltene jSchwefelbaryuin ist weifs, aneinigen .Stellen grau, lose zusammenhängend, krystallisch-
körni#. UkhtiiiKB. — Das nach 3, b, « und ß aus Schwerspath dar-gestellte ist, wohl weil dieser Scliwcfeleisen zu enthalten pflegt, gelblichoder lleischroth.
Berechnung.
i / Ba 68,(5 81,00
__N 10 19,01
»aS 84,0 100,00
Das Schwefelbaryum 3 , lHeibt beim Rösten fast 1111 -