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B a r y u m.
Wird durcii Glühen mit Kohle, Kohlenoxydgas oder Was-serstoffgas zu Schwefelbaryuin; durch Glühen mit Schwefel-kohlenstoff zu Schwefelbaryuin und kohlensaurem Baryt;durch Glühen, oder, weniger vollständig, durch Kochen mitwässrigem kohlensauren Kali oder Natron zu kohlensauremBaryt, jedoch immer nur theilweise, und in der Kalte istder Brfolg der umgekehrte, vgl. Ki.achotii (Ueiträye 2, 70 u. 73);Dulo.ng (Ah/i. Chim. 82, 273); l’im.i.ii's ( Seine . 23, 2!>0); Köi.iikiitkh( Mag. Pharm. 9, 181). ■— Soll sich n.iclt John OScItw 14, 412) durchEinkochcn mit wässrigem Kitli und Glühen bis zum Schmelzen vollstän-dig in Baryt und in Schwefels,’iures Kali zerselzen. — Zersetzt sich,mit Chlorcalcium geschmolzen, in Chlorbaryum und schwe-felsauren Kalk ( Schema 52), während das in Wasser gelösteChlorbaryum mit schwefelsaurem Kalk in schwefelsaurenBaryt und wässriges Chlorcalcium zerfällt. Der schwefel-saure Baryt braucht 43000 Th. kaltes Wasser zu seinerLösung; in heifsem und in säurehaltendem Wasser ist ernicht viel löslicher. — Auch in Wasser, welches Salmiak oder Koch-salz hält, löst er sich nicht merklich. Ukktt, Wittstkin, Wackknkookh.Fällt man aus einer wässrigen Flüssigkeit den Baryt durchSchwefelsäure oder ein schwefelsaures Salz, so reifst derschwefelsaure Baryt oft andere in der Flüssigkeit enthalteneStoffe mit sich nieder, zum Theil nicht durch Auswaschen
ZU entfernen. Halt die Losung salp etersaures Natron, so sind demvollständig ausgewaschenen Niederschlag noch 2 l'roc. dieses Malzes bei-gemischt, die sich beim Glühen zersetzen, so dass hierauf Wasser dasNatron auszieht; auch von salpetersaurem (nicht von salzsaurein) Barytreifst der schwefelsaure viel mit sich nieder, jedoch durch Waschen mitWasser zu entziehen. Mitscherlich (/'<«///. 55, 214). Auch salzsaureIlittererde, so wie Eisenoxyd, Kobaltoxyd, Kupferoxyd u. s. w. mischensich dem Schwefelsäuren Baryt bei, welcher beim Vermischen von schwe-felsaurer Ilittererde u. s. w. mit salzsaurem Baryt niederfällt. Bkkzri.ivs(Ahh. Chim. Phys. 14, 374). — Der Schwefelsäure Baryt lässtsich mit Chlornatrium oder Chlorbaryum zusammen schmelzen.Bkiithieii.
b. iSUntrer. — Das neutrale Salz löst sich in Vitriolölauf; aus der Auflösung schiefsen Gruppen von Nadeln an.Wasser zersetzt sie in einfach-schwefelsauren Baryt, derzu Boden fällt, und in verdünnte /Schwefelsäure.
L. Schwefelkohlenstoff- Schicefelbaryum undfhiocarbon-lfm-i/l. — Der krystallisirte Einfach-Hydrotliion-Baryt vereinigt sich schnell mit Schwefelkohlenstoff zu einemcitronengelben, nicht krystaliischen Salze. Dieses löst sichin Wasser schwierig mit braungelber Farbe auf, welchedurch mehr Wasser fwahrscheinlich vermöge seines Luft-gehaltes) in Roth übergeht. Die Lösung, im luftleerenRaume ubgedumpft, lässt kleine, blassgelbe, durchsichtigeKrystalle. Bin Tropfen Wasser erzeugt darauf in einigenMinuten eine rothe, beim Trocknen in ein blässeres Gelbzurückgehende Farbe. Behzeiaus.