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Lichte und Bildung von Wasser in geschmolzenes Clilor-
barvuill. CliEVllEUL ( Amt. Chim. 84, 285). Im Dunkeln leuchtet ilerliarjt beim Betröpfeln mit wässriger Salzsäure. Heinrich. — J)as
C'lilorlniryum wird durch Glühen des gewässerten Clilor-haryums i oder salzsauren Baryts in trocknem Zustande er-halten^
Weifse, in starker llothgliihhitze schmelzende, naciidem Erstarren durchscheinende .Masse von 3,7037 Kau-stex, 3,8 Bichteii, 3,86 bis 4-, 156 l'on. Bolllay spec.Gewicht. Schmeckt bitter, scharf und unangenehm; wirktekelerregend und scharf giftig. — Wird beim (Buhen fürsicli Idols dann alkalisch, wenn es bis zum Schmelzen gellt;aber beim Glühen in Wasserdampf schon unter dem Sclunelz-punrte, durch Entwicklung von Salzsäure. E. Iyuaus43, 140). Wird beim Glühen mit Schwefel zum Theil inSchwefelharyuni verwandelt. A. Vogel (.vc/nc. 21 , 72). Zer-setzt sich, "in Wasser gelöst, durch doppelte Affinität mitsalpetersaurem lvali oder Natron. Kaiisten. Wird iu der Kältedurch die Dämpfe der wasserfreien Schwefelsäure nicht zersetzt. II. Hosk(!'«</</. 38, 120).
Ilercchnung. Tchnkii.
Oder:
Berechnung.
Brhzk-
l.IL’S.
Val.
Hose.
Km-
WAN.
Ila ( 18,(1 (!(! G5,!)84
liaO
70,(1
73,7
73,03
75,09
70,2
CI 35,4 34 34,010
MuO 1
27,4
20,3
20,37
24,31
23,8
IlaCl 104 100 100,000
IlaOj.MuO 1
‘ 104
100,0
100,00
5
5
100,0
Zweifach-gewarnter/ex Chlorbargum oder einfach-ge-wüxxerler xatzsaurcr liargl. — Terra /londerosa satita. — Dasgeschmolzene Chlorbarvum wird an der Luft undurchsichtigdurch Anziehen von Wasser; 1 00 Th. geglühtes, nicht ge-schmolzenes Chlorbaryum ziehen an der Luft in einigen Ta-gen 17,49 l»i ■oc. ( * At. ) W asser an. v. Blüciikh. DieVerbindung des Chlorbaryums mit Wasser erfolgt unterWärmeentwicklung.
Darstellung. 1. Man zersetzt wässriges Schwefelbaryumdurch Salzsäure. — Die filtrirte Losung des Schwefelbaryums (II,14(1) wird so lange mit .Salzsaure versetzt, bis ihre gelbe Karbe ver-schwunden ist uud bis sie Lackmus stark riithet, hierauf in einer Por-cellanschale einige Zeit gekocht, damit alles Hydrothiou entweiche undder Schwefel, der soust dnrehs Kilter gehen würde, mehr zusammen-ballt; daun filtrirt, abgcdnmpft und zum Krystallisiren abgekühll. —2. Man sättigt Salzsäure mit kohlensaurein Barvt. — Hierzu
dient tlieils der natürliche, theils ^der künstliche kohlensaure Baryt.
Schwerspaths,des kohleund schwi
" elCheS scl ' u 'efei.saure und kohlensaure Kali ent-
zieht; bei Anwendung von kaltem Wasser würde sich nach Köi.nKCTKu’sErfaliruug der kolilensaurc Barjt wieder iu schwefclsaureu uniwamleln.
■rspaths, aber lange nicht aller, selbst bei grofsem Überschussiliie"sauren Kali’s, not einem Theil desselben in kohlensauren Barythwefelsauies Kali, man wascht die Masse vollständig mit kochen-