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11 a r y u in.
Aus dem ausgestifsten Pulver zieht danu Salzsäure den an Kohlensäuregebundenen Baryt aus, den unzersetzt gebliebenen Schwefelsäuren Barytzurücklassend. Da der Schwerspat!! nicht leicht frei von Eisenoxydist, so geht auch dieses in die Lösung über, und ist entweder durchAbdampfeu, Glühen, Auflösen und Filtriren zu entfernen, oder durchKochen der Lösung init überschüssigem kohlensauren Baryt oder Ver-setzen mit Barytwasser. — 3. Mim schmelzt 2 Th. 8cliwerspalh-pulver mit 1 Th. Chlorealcium, löst die »ach dein Ausgicfscnund Erstarren gepulverte Masse schnell in der Gfachen Mengekochenden Wassers, und filtrirt die Lösung des salzsaurenBaryts rasch vom Gyps ah. v. Duiessen (Schema 58). — DasSchmelzen wird im irdenen Tiegel in starkem Windofenfeuer vorgenom-men. Da auf nassem Wege reciproke Affinität eintritt, indem sicli dasChlorbaryum mit dem schwefelsauren Kalk wieder in Chlorcalcii.m undschwefelsauren Baryt zersetzt, so muss die Auflösung des Chlorhary umsmöglichst schnell von scliwefelsaurem Kalk getrennt werden. Man tragedaher die gepulverte Masse in das b> reits im eisernen Kessel kochendeWasser, und seihe danu sogleich durch leinene oder andere Filter,welche die Flüssigkeit schnell durchlassen. Das Filtrat hält neben Chlor-baryum immer etwas Chlorcalcium, welches nach dem Krystallisiren desersteren in der Mutterlauge bleibt, und von welchem die Krystatle dessalzsauren Baryts theils durch Umkrystallisireu, theils durch Behand-lung mit Weingeist völlig befreit werden. — Diese Schwierigkeiten wer-den durch die von Dufi.os (ScIiw. (55, 23(5) angegebene Verbesserungbeseitigt: Man glüht ein feines und genaues Gemcng von 30 Th. Sclnver-spath, IS '1h. Chlorcalcium und 7 Th. Kohle (oder nach seiner neuernAngabe 4 Tb. Schwerspath, 2 Th. Chlorcalcium und 1 Th. Kienrufs) solange in einem Tiegel, als sich aus der dickflüssigen Masse Flämmchenvon Kohlenoxydgas entwickeln, schöpft sie mit einem eisernen Düffelaus, pulvert sie fein, kocht sie mit 10 Th. Wasser und filtrirt. Durchdie Kohle wird der Schwefelsäure Kalk in Schwcfelcalcimn vcrwaudeltund dadurch die Zersetzung des erzeugten Chlorbaryums gehindert. DieMenge des auf diese Weise erhaltenen salzsaureu Baryts kommt der desangewandten Schwerspaths gleich. Man kann wässriges Chlorcalciummit dem Schwerspathpulver und Kienrnls im eisernen Kessel unter Um-rühren zur Trockne einkochen und den ltiickstuud in den Tiegel bringen.Dufi.os. XDtschehi.ich fügt neben der Kohle Eisenfeile hinzu.
Das Salz wird durch Umkrystallisireu, zum Theil auch durch Glü-hen und Ausziehen mit Weingeist gereinigt.
Verunreinigungen. Salzsaurer Strontian , sofern mancher Schwer-spath etwas schwefelsauren Strontian hält; durch Weingeist auszuzieheu.— Salzmurer Kalk , theils vom Schwerspath, tliei’s von der Bereitungnach 3) herrülirend. Ebenfalls durch Weingeist auszuziehen. Sowohlsalzsaurer Strontian als salzsanrer Kalk färben die Weingeistflammerolli, aber der salzsaurc Kalk wird aus der wässrigen Lösung durchKleesäure gefällt, der salzsaurc Strontian nicht. — Salzsaure Alaun-erde und salzsaures Eisenoxyd. Von, dem Schwerspath beigemengtem,Thon und Eisenoxyd herrührend; besonders bei )\ eise 2 sich dem saiz-sauren Baryt heimfschend. Durch Glühen zerstörbar, durch Barytwasseroder kohlcnsauren Baryt fällbar, durch Weingeist ausziehbar. — lttau-sanrer Uaryt [wohl blausaurer Kisenoxydul-ßaryt |, von Buchnkh ( lie-fert. 41, 405) in, käuflichen Salze bemerkt. Fällt Eiscnoxydsalzc blau.
Wasscrliell« Iuftlieständige Tafeln. Xsystem 2 ». 2<r|ie-ilrig: die Eon» der iSchwerspathkrystalle, nur andere Winkel.( Fiif . 51 u. 52). U 1 : u = »2° 30'; u : a = 15(5° 20'; p : i = 122° 40' ;p: ii = 142°; p : y = 140. V. IvOBELL ( Schic . 04, 298). vgl. IIAI-
niNGKn (E dinb. J. of Sc. i, ioi). Von 3,0497 ppec. Gew. lv ah—stex. Zerknistert auf dein Feuer.