Buch 
Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / Leopold Gmelin
Entstehung
Seite
162
JPEG-Download
 

I) a r v ii m.

i«2

H. S Utlpelermurer 1Baryt. l)or Baryt leuchtet im Dunkelnheim Befeuchten mit Salpetersäure. Heinrich. Darstellung will diedes salzsauren Baryts (II, 157, 1 u. 2). Wenn man die Salpeter-säure hinreichend verdünnt und allmälig unter Umriiliren hinzugiefst, s<»erleidet sic durch das wässrige Schwefelbaryum und durch das frei-werdende Hydrothion keine Zersetzung. Monn (/Inn. Pharm. 25, 290)versetzt die licifs liltrirtc Lösung des Schwefelharvums mit einer con-centrirten Liisung von salpetcrsaurem Natron; beim Erkalten schiefstfast aller Salpetersäure Baryt an, der durch Waschen mit kaltem Was-ser und Linkryslallisifcn von auhängendem Schwefelnatrium befreit wird.Nach Wittstkin ( llepirt . ( Ui , 69) jedoch zersetzt sich das aus 10 Th.Schwerspath und 2 Th. Kohle erhaltene Schwefclharyuin mit 7 Th. Chili-salpeter nur sehr unvollständig; die beim Erkalten anscliii fsenden Kry-stallc halten wenig.Salpetersäuren Baryt, und bestehen gröfstentheils ausSchwefelbaryum [Baryt?), welches noch durch Salpetersäure zu zersetzenist. Duin.oS fügt zu einer Losung von 4 Th. krystalllsirtem Salzsäu-ren Baryt in 8 Th, heifsem Wasser die Lösung von 3 Th. Chilisalpeterin 3 Th. heifsem Wasser, lässt das Gemisch unter fortwährendem Um-riihren erkalten, wäscht die erhaltenen Krystalle nach dem Ahtropfenmit kaltem Wasser und reinigt sie durch Umkrystallisireu. Diese Um-wege sind nicht nütlng.

Durchscheinende, weifse, luftbeständige Oktaeder undCubo-Oktaeder (Fig 2 u. 4) von 3,1848 spec. Gew. Kaii-sten. von scharfem, herben Gesclunacke. Zerknistert inder Hitze, und schmilzt bei niedriger Temperatur. Ent-wickelt in der Glühhitze 8 auerstoflgas, iStickgas und Unter-salpeters/iure-Dampf, reinen Baryt lassend. Verjuitrt nurschwach mit brennbaren Körpern 5 auf glühenden Kohlen mitgelbweifsem Lichte. Löst sich in Wasser unter schwacherKälteerzeugung. 1 Th. Salz braucht bei 0° 20, bei 15°12,5, bei 49° 5,9, bei 86 ° 3,4 und bei 101,2,8 Th.Wasser zur Lösung. Gay-Llssac. Er löst sich bei 20° in1 1,66 Th. Wasser zu einer Flüssigkeit von 1,0678 spec.Gewicht. Kaiistem. ln Salpetersäure haltendem Wasser ister viel weniger löslich, und in coneentrirter Salpetersäuregar nicht ; daher wird er aus der wässrigen Lösung durchSalpetersäure gefällt, und kohlensaurer Baryt wird von con-eentrirter Salpetersäure nicht angegriffen. Mitscherlich(Vuiiij. 18, 159). Nicht in Weingeist löslich.

Bkr- Ci.um. u.

Krystallisirt. zej.ius. Dksormes. Kuiiter.

BaO 76,6 58,6 58,4. 60 61,3

_ISO 5 54 41,4 41,0 40 38,7

BaO, NO 4 130,6 100,0 100,0 100 100,0

C. fCuhtensaures Daryt-Ammoniak? Wässriges Ammoniak, wel-ches nur zum geringen Tlicil mit Kohlensäure verbunden ist, trübt sichnicht mit Barytwasser oder salzsaurem Baryt, aufser beim Erhitzenoder mehrtägigen Stehen ; so wird auch salzsaurer Baryt durch kohlen-saures Ammoniak in 6er Kälte nicht vollständig gefällt. In der Hitze,wird in allen diesen Eälien die Kohlensäure in Verbindung mit Barytvollständig niedergeschlagen. A. Vogel (/Lim. Chim. 89, 131 und üchw.33, SOI).