_ Vorrede an denLeser. _
neyliche Kräuter/ Gerden / wolriechendesund gesundes Holtz/Gold/Peü
len/und Edelgesteine ? welches je die Blumen sind/so ein jedweder unteruns in seinem Seckel am liebsten sihet blühen und wachsen; auch/wenner klug und redlich will handeln/ mit GOTT und mit Ehren dieselbe/aussolchen fernen Landen / in gewifferMasse/ dahin verpflanzen kan ? Ichmagjetzogleich EingangsdieFeder nicht weitlassenherum fliegen/durchdie so manchfaltige Gaben/ Raritäten / utwfchau-würdige Sachen /wo-mit der Mergütigstesolche/wiewol meistens Ungläubige und heydnische/Länder gesegnethabe: getraute mirsonst leichtlich zu behaupten/ daß die,sc!be/mtt dem besten Fuge / den Namen eines lustigen Welt - Gartens füh,ren könnten: beydes wegen derGrösse/und auch der Lust.
Daher denn nicht unbillig die erste Wiederstnder/der eine lange Jettvergessenen Neu-alten - Wett / als sie auf den Amerikanischen Bodemden ersten Tritt gethan/für Verwunderung fast erstarret/und gleichsamentzückt worden / über der Anmuth / womit selbigesLand von demHim,mel beseeligetwar. Sie bildeten ihnen ein/ob kämen sie in dasparadcis;so lustig/ zier-und freudenreich sahe alles umheraus. ZhreFüffe spatzimngleichsam auflauterRosen/oder bunten Tapezereyen: nemlich/aufdemschonen Teppichwerck / welches die Natur von Langwachsendem Grase/und mancherley Blumen/ vielfärbigthatte gewirckt. Ihre Augen undNasen weideten sich fast nimmer satt/an denlustigen Wäldern / welche denVorüber-oder Durchreisenden/ mir so viel tausend Augen hold- und ruch,seliger Blumen/zuwmckttmbald mit einer Schnee-oder Lrlrcn - bald Pur,pur-G charlach-und Rosen - bald Gold-gelber oderDeil-braunerFarbrdas Europäische Gesicht an sich lockten / und den König Salomon in sei,nein Purpur und Seiden beschämten: Dergleichen/an dem anmuchig,sten Gevögel!/ welchem die wählende Natur einen unvergleichlichen Ap,pelles-Strich über den andern an die Flügel gepinselt hatte: wie nichtweniger/an den so mancherley und wunderseltsamen Thieren / die unserEuropa nicht kennet. IhrMund stillete oder labte vielmehr seinen Humger/in vielerleyNectar-lieblichenundHertz-stärckendenFrüchten. Amderer viel tausendnatürlicher Güter/und zwar insonderheit derer / die mden Flüssen und Kläfften der Erdenzu finden / ncmlich deß theuren güld,uenund silbernen Berg-Marcks/der häuffigcn Smaragden/ Türckss,sen/ und dergleichen / allhie zu geschweige«: die ihnen doch/wie leichtlich zuerachten / am «verlustigsten und w olgesälligsten in die Augen gespielet.
In gleicher/wo nicht grösserer/Glückseligkeit/natürlichemReichthuHund Segen/fanden ehemals die Portugaller das MorgenlänvischeIn,dien - und breiteten / durch ihre ansehnliche Seefahrten / solches dergestaltin der Welt aus / daß beyde Indien nunmehr/da auch andre Nationeydie gemachte Bahn befahren/ durch die Ketten der Gewerbe und Hand,sungen/von neuem wieder an Europa gehenckt sind / und derselben ihreVerliehene Gaben/um dieGebühr/ reichlich mittheilen.
Gehe nun einer hin! verachte mir die Gotd-Edelgestein-und Lust reicheIndien/ und lasse mit dem Julius Scatiger * sich verlauten: Bey den W(.)dianern wachse nichts / pcssenEuropa nichtattein ohne Lebens - Gefahr/sondern auch ohn einiges Ungemach/gar leicht könne entbehren;/«! sie «um.haben nichts/darnach andre Nationen könnten Verlangen tragen' Für
Pferde/