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Vorrede/
M den Eichen / und nach Würden geehrten
Leser.
On den alten hepdntschm Römern wurden deß
Luculli / Servilii / Gatustii/ wie auch deß Tyrannm Nero-nis Lust-Garten verwundert: Denn sie hatten noch nichtgesehen/was / in ihrem Vatterlande / die kunstreiche Nach-welt für Zier-Gärten anrichten würde: smtemal damalsnoch nicht Vorhanden waren deßKarvi / der Match-eier/Bell^i/und anderer Kardinäle lustreiche Meyerhöfe/zu und um Rom/tmgleichendeßKardinalsvonMedicis Garten zuFtorentz/das Belvede-rezuFerrar/ der Palatinische Garten zu Neapolis / und andere mehr;tn welchen mancher eben / wie dortIustusLipsius in dem unmuthigenBlumen-Garten seines vertrauten Freundes/ Langn gethan / nicht un-biüigmöchte wünschen/ mitKatullo lamer Nase / und mit Argo lauterAuge zu seyn.
Au dem brachte obbenanme Gärten der alten Römer / nicht so sehrder vielfältigeGlantz ausgesuchterBlumen / noch die Seltenheit man-cherfremderGewächse/ oderauch die Kunst- und Aier-reicheAngebung/inRuhm undDerwunderung; als der weite ansehnlicheBegriff/ und dieungewöhnliche Grösse derselben /wie auch die dabeystehend*e Pracht- Ge-bäue: welche noch wol heutiges Tages viel Aufsehens sotten gemachet/un-manchem unmäßigen Jusehcr viel Zeit verderbet haben.
Wie groß und weitläufftig aber selbige Römische Lust - Gärten mö-gen gewesen seyn: weiset uns doch gegenwärtiges Buch einen ungleichgrösser« Lust-Garten / welcher durch gantz Gina / Ost-und West-In-dien sicherstrecket / und von GOTT / durch seineDienerin/die Natur/gebauet/ mancher Gegend auch / durch menschlichen Fleiß und Kunst/ ge-schmücket undferner ausgearbeitet ist. Denn welcher Europäischer Zier-oder Thier - und Baum - Garten wird unsere Augen weiter und lustigerHerum spatzircn führen; weder beydes Indien den Ausländer/ unter denAnmuthigkeiten und Natur-Schätzen seinerFelder und Wälder / ver-gnügen kau? Wo mag ein neugieriger oder mriöser Blick bessere Satis-faktion für sich antreffen / ohn in solchen fernen Ländern/da nicht allein dieSchönheiten / sondern auch die Abscheulichkeiten selbst/ mit ihrer Befrem-pung / ihn nach sich ziehen ? Da/wo gemeinlich die Natur selbst Herfür-bringet und weiset dasjenige /was/ bey uns/ ihre Affin / die Kunst / jenernachzuspielen trachtet / wenn sie mit ihrem Schatten - und MahlwerckdenAnschauern eine Lust in dieAugenpflantzen will? ja'woselbst die Be-lohnungen der Künste und Geschicklichkeiten/über oder unter der Erden/wie auch im Meer/ häuffig wachsen / und zu uns nach Europa herüber-schiffen; versichc/allcrhand köstliche Spcrercyen/Gcwürtz/Früchte/artz-
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