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inenden Eindruck zu machen. Der Marktflecken Furtwangcn,das ächt nationale Bild eines Schwarzwäldcr Uhrcnmachersitzcs,dehnt sich in den Windungen eines freundlichen, von waldigen Hö-hen umgebenen Wicsenthales in einer Länge von fast zwei Stundenaus. Die Häuser stehen vereinzelt oder in regellosen Gruppen weitvon einander ab. Sämmtlich äußerst sauber mit Holzschindcln be-deckt, bildet die Spitze dieser überall reinlichen Behausungen zu unsermErstaunen fast durchweg ein Blitzableiter. Die Werkstättc des Uhr-machers errathen wir sofort schon an der auffallenden Reihe fastohne Zwischenräumc an einander liegender Fenster mit hellen, sorg-fältig geputzten Scheiben, welche in dieser Stätte des unermüdlich-sten Fleißes in solchem Grade das freundliche Tageslicht verbreiten,daß der Besuchende sich fast ins Freie versetzt fühlt. An sauberen,mit erhabenen Randleisten versehenen Tischen arbeiten die Gesellenmit ihrem Meister, jeder eine weiße Schürze vorgebunden und zurAbhaltung des fremden Lichtes eine Kappe oder den grünen Schirmauf dem Kopfe. Reihenweise liegen die Uhrcngcstclle neben einandergeordnet, vor jedem ein Häufchen Räder. Um 5 Uhr in der Frühegcht's regelmäßig an das Tagcöwerk. Dieses währt bis 9 Uhr desAbends, zuweilen auch, bei stärkerer Nachfrage, bis zur 10. Stunde.Während dieser ganzen Zeit wird zwischen den Gesellen, so lange siean der Arbeit sitzen, kein Wort gewechselt; streng hält der wackereMeister darauf, daß jeder mit ganzer Seele bei seiner Arbeit sei.Um 11 Uhr nimmt er mit seinen Gesellen das einfache, gesundeMittagsmahl zu sich, welches in Kartoffeln, Milch und Speck besteht,zweimal in der Woche kommt Fleisch aus den Tisch. Sprichst dubei ihm ein und zeigst unverkennbares Interesse an seinen! Gewerbe,so geht bald seine anfängliche Schüchternheit und Zurückhaltung inoffenes Vertrauen über. Der tüchtige Meister zeigt und erklärt diralsdann mit der wünschenswerthesten Zuvorkommenheit seine Maschi-nen und Werkzeuge, seine sinnreichen und doch so einfachen Appa-rate, sowie seine mannigfachen technischen Kunstgriffe. Wir gewah-ren in keinem Theile seiner Industrie ein abstumpfendes, geisttödtcn-des Einerlei, vielmehr fast in allen Stadien derselben das Waltenseiner Geistesthätigkcit, welche durch ein rastloses Streben nach Ver-vollkommnung und durch das Bedürfniß nach Abwechslung in derForm der Erzeugnisse in steter Uebung gehalten wird, seinen Ver-stand schärft und in ihm zugleich eine höchst erfreuliche Empfänglich-