Buch 
Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
Entstehung
Seite
134
JPEG-Download
 

134

einmal zurückzukommen schickliche Gelegenheit finden, für jetzt möchteich nur die Ortsvorstände aufs Dringendste ermähnen, jede Mühebezüglich Alles, was hier zur Herstellung des Kredits ihrer Gemein-den nur irgend dienen kann, ebenso gewissenhaft als thatkräftig zufördern, ebenso durch ihr Vorbild Gutes zu wirken. Der Bürgermeisterund die Gemcinderäthc müssen mit gutem Beispiele vorangehen, de-ren Aeckcr, Wiesen w. müssen als Muster dienen. Ersterer solltejederzeit die Zahl der Armen seines Orts kennen, er muß sich dar-um bekümmern was diese treiben, vor Allem muß er daraus bedachtsein, dieselben im Orte selbst nach Möglichkeit zu beschäftigen. DiesesWerkchen wird wohl zur Genüge die Thatsache darthun, daß nichtleicht eine Gemeinde es giebt, deren Gemarkung ihren Bewohnernnicht hinlänglich Beschäftigung geben könnte. Fürwahr ein tüchtigerGemeindevorstand vermag in überraschend kurzer' Zeit seine Gemeindeganz zu regeneriren, die Zahl seiner Armen zu verringern, der unterdenselben Angerissenen Unthätigkcit zu steuern und bei ihnen, wasvor Allem Noth thut, ein gewisses Vertrauen zur eigenenKraft zu wecken, wodurch dieselben von der bisherigenLebensweise abgeleitet werden.

Neunter Abschnitt.

Einfluß der Ackerbau- und Gewerbsarbeitcn auf die sittliche und geistige Na-tur des Menschen.

„Ich nehme meinen Hut ab vor diesen Handar.heitern, welche eine solche Achtung vor dem Gesetzgezeigt haben".

Prinz Friedrich von Preußen vorder HerrN'Curic in Berlin.

, »Besser machen, besser werden.

Sei stets unsere Lust auf Erden".

»Weshalb der Fleiß ein Freund seiner selbst ge-nannt werden darf, die Faulheit aber als Feindinan sich und Jedermann handelt".

Karl Jmmermann.

Es läßt sich nicht leugnen, daß die Ansicht des trefflichen Fel-lenbergs, der die ländlichen Arbeiten für ein vorzügliches Mittelder Sittlichung hält, begründet ist, daß die Ruhe der Felder und