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der stete Anblick von Gottes freier herrlicher Natur die Heiterkeit derSeele und die Reinheit des Herzens nährt, daß dieses und dasWahrnehmen der Wohlthaten, welche rer Schöpfer des Weltalls mitfreigebiger Hand ausstreut, den Bauer zu religiösen Empfindungenund Stimmungen anregt. Schlicht in seiner Lebensweise und mäßigi» seinen Wünschen, kennt er den Ehrgeiz, den Aufwand und die-jenige Gattung sinnlicher Genüsse nicht, welche die Städter in Be-wegung setzen und verderben, aber wir dürfen auch nicht die Wirk-lichkeit außer Acht lassen, jenes stille Nachdenken, jener Sinn fürdie Reize der Naturbetrachtung mögen die Umstände in noch so ho-hem Grade darauf hinlenken, sind lange nicht so häufig, als wirim ersten Moment vermuthen sollten. Durch den rastlos fortgesetz-ten Beruf als Landbaucr, Winzer oder Hirte pflegen sie fast mitabsoluter Nothwendigkeit rohe grobe Sitten anzunehmen, die zeit-weilige Abgeschiedenheit von Andern entfaltet ganz unbemerkt bei ih-nen das Laster der Selbstsucht; die im Schweiße des Angesichtserworbenen Güter werden leicht zum Gegenstand eines streitigen Be-sitzes und werden mit Ungestüm vertheidigt, der ununterbrocheneKampf mit der harten Scholle führt ihn fast unwillkührlich zumGütlichthun durch Schnappstrinkcn, und der fortwährende Umgangmit seinem Bich befördert das Ucbcrgcwicht der thierischen Triebeund sinnlichen Begierden. Man muß einmal Zuschauer eines blu-tigen Nauschhandels gewesen sein, um richtig und klar beurtheilenzu können, in welchem Grade mancher Bauer fähig ist, auf dieseoder jene Weise in seiner zügellosen Leidenschaft vor Allem, sobalder betrunken ist, den Stempel aller Göttlichkeit zu verleugnen.
Wie gesagt, ein nur zu reiches Feld ist jedem Baterlandskreundehier zur Wirksamkeit, zur Förderung mäßigen Sinnes gegeben, mögeer nicht nachlassen in seinem redlichen Eifer, auszujäten dieses gleich-los verderbliche Unkraut der Spiel- und Trunksucht. Der Branntweinmag unserm mit so schwerer Arbeit kämpfenden fleißigen Bauer, solange nicht ihm in entsprechender Weise ein Ersatz — etwa durchkräftiges nahrhaftes und zugleich billiges Bier gegeben ist, als einseinen geringen Mitteln entsprechendes Getränk verbleiben, aber mitallen Kräften ist gegen dessen allzubäufigen, allzustarkcn Genuß Tagund Nacht zu wirken. Die industriellen Handarbeiten, fördern Nei-gungen anderer, im Vergleich zu jener, offenbar bezüglich der Sitt-lichkeit im Vortheil stehenden Gattung. Die Stetigkeit, die Einför-