176
ein Gewimmel und Durcheinander von Menschen und Maschinen,Gerüsten und Leitern, Züge von aneinander hängenden Wagen, dieaus Eisenbahnen fortrollen, von Krahnen, die Lasten hinaufziehenoder herablassen, von Wasserleitungen auf hohen Bögen und vonunzähligen kleinen Gebäuden und Hütten. Der hier erzielte Schieferwird bis nach Südamerika und Indien verfahren und große Mengensogar in die Länder gebracht, welche selbst einen Reichthum an Schie-fer besitzen z. B. Frankreich und unser Deutschland. Vorzugsweisewird auch er zur Dachdeckung benutzt, doch ist dieses nicht die einzigeVerwcndungsweisc. Es gibt nämlich auch Schieferlagen, welcheBlöcke von dichtem Korne mit wenigen SpaltungSflächcn liefern, eslassen sich diese wie Marmor verarbeiten und sie nehmen eine trefflicbePolitur an. Dergleichen dichte Schiefcrblöcke werden in Menge mit-telst Sägen zu Kamingcsimsen, Tischplatten w. verschnitten und inden nächst gelegenen Ortschaften beschäftigen sich Tausende mit derfeineren Zurichtung derselben. Bangor treibt einen beträchtlichenHandel mit diesen Gegenständen nach allen Theilen des Reichs undden Kolonien. Ohne Zweifel hat unser deutsches Vaterland ähnlichetreffliche Schieferbrüche, sollte diese Thatsache nicht die Umgebung der-selben veranlassen, sie möglichst ergiebig mit aller Energie in ähnlicherWeise auszubeuten und deren Produkt zur Gelegenheit lohnenderErwerbsquellen, auch abgesehen von unsern Schiefertafeln, zu schaffen,um so mehr, als sich fast überall ein unmittelbarer Anschluß an dieneuen Puls- und Schlagadern des großen Landvcrkehrs der einhei-mischen Gewerbe gestaltet, das deutsche Eisenbahnnetz die Verführungaußerordentlich selbst nach den entferntesten Gegenden erleichtern wird.Doch nun wieder zur Holzverarbeitung zurück.
In ganz Frankreich findet man ein ebenso beliebtes einfachesals billiges Kindcrspielzcng: von Weiden geflochtene Kindcrklap-pern, welche ein Stückchen Blech und einige Stcinchen enthalten und zu2 bis 3 kr. das Stück verkauft werden. Fast ausschließlich geht die-ses dort aus den Händen ganz schlichter zu Beauwais wohnenderKorbmacher hervor. Könnten unsere sicher ebenso geschickten Korb-macher sich nicht ebenfalls dieser einträglichen Erwerbsquelle be-mächtigen ?
Unser schon erwähnter thätiger Großh. Hess. Rcvierförster Preu-schen empfiehlt auch noch die Anfertigung von Schanzkörbchen,deren Fabrikation vorzugsweise von dem Bezüge tauglicher Flecht-