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schienen abhängt uns nur höchst geringe Kunstfertigkeit erfordert. ZuBügeln — schreibt er aus Erfahrung — kann alles Holz gebrauchtwerden, was sich biegen läßt und die Bearbeitung derselben erfordertkein besonderes Geschick, weitincbr zum Anfertigen der Flechtschienen,namentlich im Aufspalten des Holzes aus der .Hand mittelst gewöbn-licher Messer. Die Werkzeuge, welche z. B. zum Anfertigen derLeuchtspäne und der Flechtschienen zu Bienenkörben dienen undmcbr oder weniger die Form oder Wirkung eines gewöhnlichen Ho-bels annebmcn, schneide» immer die einzelnen Gcfäßbiindcl in schrä-ger Richtung durch und taugen daher nicht zu jenen Schienen, wobeim Flechten nach zwei entgegengesetzten Seiten gebogen werden muß,daher jedesmal die Schiene bricht, sobald sie nicht vollkommen paral-lel mit den Spiralgcfäften des Holzes geschnitten ist. Außer Abornund Traubenkirschenholz giebt es auch noch andere Holzarten, welcheganz gleiche, thcilweise noch eine erhöhte Gebrauchsfähigkeit be-sitzen. Dahin gehört die überall bei uns in so außerordentlicherMenge sich vorfindende daher fast ganz preislosc, jedenfalls außer-ordentliche billige Hasel seorzüus gvollsno), aus welcher z. B. der-gleichen Körbchen zu Jlbeshausen der Fcldschützc Heinrich Licht undAndreas Jöckel fertigen, welche nichts an Nettigkeit und Accuratestezu wünschen übrig lassen. Das vorzüglichste und zumal, sobalv derenStämme frisch und glatt noch sind, brauchbarste Material zu der-gleichen so außerordentlich leicht von jedem Landmann zu erlernenden)Flechtarbeiten liefert indeß die Saalweide (8alix ospro») derenauffallende Tauglichkeit hierzu in unserm Hessen leider noch gar zuwenig bekannt ist. Das Aufspalten (am beßtcn unmittelbar nachdemFällen), Reißen der schon in einer Stärke von 2 Zoll nutzbarenStämme aus der Haud mittelst des Messers, erfordert wenig mehrGeschicklichkeit, als das Spalten des Ahorn- und Traubcnkirschen-holzes; dagegen liefert diese Weide Flcchtwerk von jeder Fein-heit und sie ist hauptsächlich der im nahen Röbngebirgc zu Flccht-schiencn für Sieben, Körbchen und dergleichen mehr benutzte Rohstoff.Vornämlich mittelst dessen Verarbeitung schaffen sich dort so vieleFamilien das Jahr über, wie schon angedeutet, ein ganz behaglicheszufriedenes Dasein und liefern einen sehr gesuchten, für alle Zeitenbegehrten Handelsartikel. Wie viele Flechtschienen erhalten nicht selbstunsere Siebmachcr aus dem nur wenige Stunden östlich von Fuldagelegenen königlich bayrischen Amte Weihers, die alle auch unsere
Willens Erweiterung rc- 12