die möglichste Verbreitung der (bezüglich der reichlichen dauerndenBenutzung der zu Gebote stehenden Wasserkräfte) weit vorzuziehen-den unterschächtigen Kastenräder statt der leider immer noch so allge-mein verbreiteten Schaufelräder durch Aussetzung von Preisen undgeeignete Belehrung erstrebt. Er ließ aus Vcrcinskosten einen imMaschinenbau kundigen jungen Mann von dem Zustande des Müh-lcnwesens iin ganzen Großherzogtbumc durch eigene Anschauung ge-naue Kenntniß nehmen und schickte ihn dann nach Würtcmberg, so-wie an den Mittel- und llnterrhcin, dort die verbesserten Einrich-tungen von Mabl- und Oclmühlcn kennen zu lernen. Die als Er-gebniß dieser Reise verfaßte, mit genauen Abbildungen verseheneAbhandlung über die Anlage und den Betrieb von Kunst- und Oel-mühlen wurde an vielen Orten des Landes verbreitet und dienenals Anleitung für solche, welche eine Verbesserung ibrcr Mühlein-richtungen beabsichtigen. Mehr kann unser Gcwcrbverein unmöglichleisten, an uns, den in allen Theilen des Großherzogthums zerstreutlebenden einzelnen Gliedern des projektirtcn, mit ihm innig verbun-denen, Hand in Hand zum Wobl des Landes wirkenden Gcwerb-bülfsvercincn liegt es nun diese Bclebrung möglichst praktisch undallgemein ins Leben übergehen zu lassen und wahrlich viel, sehr vielGutes läßt sich hierin noch bei uns wirken, denn fast all' die Hun-derte unserer hessischen Mahlmüblcn haben ihre alten Einrichtungenbis jetzt noch beibehalten und an den vielfachen wesentlichen Ver-besserungen im neuen Mühlwescu fast gar keinen oder doch nurhöchst geringen Antheil genommen, so, meines Wissens, nicht einean der ganzen so mühlrcichen Modaubach mit einziger Ausnahmeder chemischen Fabrik von Büchner und Willens bei Pfungstadt.Diese wandte sich an den Gcwerbvercin zu Darmstadt, welcher, wieimmer aufs Bereitwilligste die nöthige Auskunft ihnen ertheilte, ließsich Kastcnrad-Mühlwerk fertigen und hatte die große Genugthuungfür ihre, im Verhältniß zum Nutzen, sicherlich sehr geringen Opfer,zu sehen, wie im vorigen Sommer wegen niedrigen Wasscrstandesalle Mühlen ihres Baches mehrere Wochen stillstanden, ibre Räderdagegen, an sich sicher eine weit größere Wasserkraft benutzt und er-giebig machend, keinen Tag im Sommer ruht und im Winter, auchohne Heitzung, weit länger in ihrem wohlthätigen Wirken den sichhäufenden Eiszapfen zu begegnen wußten. Es ist dieses, wo so vielvom steten Gehen der Mahlmüblcn abhängt, dieses namentlich auf
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