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und südamerikanischm Plätzen sowie in dem reichen Cuba mit ihremtheils unmittelbaren, theils durch die Hansestädte vermittelten Absätzevon Waaren der verschiedensten Gattung festgesetzt. Warum solltenwir im südlichen Deutschland zurückbleiben? Dem Fähigsten, demKcnntnißreichsten, dem Thätigsten, dem Rastlosesten, dem Rechtlich-sten bleibt in diesem Kampfe auf gewerblichem Gebiete der Sieges-kranz *).
*) Schon im erste» Abschnitte wurde des Welthandels im Mittelalier ge.dacht und ihm die jetzigen, für Deutschland mit jedem Tag günstigerwerdenden Aussichten für den vaterländischen Verkehr und dessen Ge»werbe gegenübergestellt. Zener mag uns zu doppelter Energie an-feuern und deßhalb sei es mir vergönnt, bei ihm noch etwas zu ver-weilen. Mit dem Untergang von Deutschlands größtem Kaisergeschlechtden Hohenstaufen beginnt .das Sinken kaiserlicher Hoheit und dasSteigen fürstlicher Macht. Aller deutsche und politische Einfluß aufItalien und das ferne Morgenland verschwand, aber was Außen esverlor,, ward reichlich durch sein Erstarken im Innern ersetzt. DasAufblühe» des deutschen BürgerthumS verlieh dem Reiche eine gedie-gene innere Kraft, welche bedeutsamer ward, als jeder Erfolg derblutigen Tage in Heöpcriens Gefilden. Die Zahl der Städte vermehrtesich zusehends in allen Theilen des NeichS und erst mit deren Grün-dung gewannen die Gewerbe einen sichern Haltpunkt und wen» solcheauch nicht gerade als ihre Wiege bezeichnet werden könne», so wurdensie doch das Haus ihrer Pflege und ihrer Erziehung. Die Städteschlösse» bald Bündnisse behufs ihrer Erstarkung und Sichcrstellung ih-rer Gewerbe und Handelsbeziehungen gegen Unbilde jeglicher Gattungin den damalige» Zeiten anarchischer Zustände. Vor Allem durch sei»Ansehen, seine innere Kraft und äußere Bedeutsamkeit ragte derStädtebund der deutschen Hansa hervor. Ihre Einwirkungäußerte den wohlthätigsten Einfluß auf den Gewerbsfleiß unsers Vaterlan-des, ja auf dessen ganzen Wohlstand. Die Hansa verschaffte den deutschen,rohen und verarbeiteten Produkten einen bisher ungeahnten bedeuten-den Verschleiß. I» den drei nordischen Reiche», in Schottland, jasogar in England und in den Niederlanden trank man deutsches Bier.Tausende von Familie» ernährten sich allein auf reichliche Weise mit-telst dessen Braucns. Tausende, ja wohl Hnnderttausende von Fa-milien lebten von der Verfertigung der groben Tücher, womit dieNordländer, und der Leinwand, womit ganz'Europa sich kleidete. Diefeinen flandrischen und englischen Tücher, deren Rußland und die nor-dischen Reiche bedurften, wurden in den zahlreichen Hansestädten ge-färbt, geschoren und gepreßt, fertige Gewänder, fertige Lederwaaren,metallene Gefäße und Kunstwerke waren Ausfuhrartikel von großemBelang, deren Verfcrtiger in ganz Deutschland, in Städten, wie auf