steht mit dein einen Fuß in Constantinopcl, mit dem andern in Ncw-Jork; er unterzeichnet mit der einen Hand einen Wechsel fiir Rio-
landS Gauen und an das Gestade der Adria herangezogen werden.Wie mancher dieser wohlhabenden und unternehmenden Fremden wirddann selbst auf unsern Märkten sich deutsche Gewerbsprodnkte einkau-fen, Anlaß zu den mannigfaltigsten Geschäftsverbindungen geben, undso zu dem Aufblühen unserer vaterländischen Industrie zur Steigerungder Wohlfahrt unserer Gcsammtzustände unvermerkt und unbewußt,aber desto gediegener und förderlicher beitrage». Der Flor der Küsten-länder wird mit dem der Binncnstaateu in den innigste» Zusammen-hang gebracht werden und diese Wechselwirkung nicht allein die Ge«werbözweige, auf welche der deutsche Norden vorzugsweise hingewiesenist, auch zu einem Hebel der Wohlfahrt für den Süden machen, son-dern auch die Handelsbeziehungen unsers Vaterlandes mit den Völkernder neuen und alten Welt außerordentlich zu erhöhe» und überall ineben dem Maße, als andere Nationen sich dieser Vortheile schon längsterfreuen, seinen Gewcrbscrzeugnisscn Eingang und Anerkennung ver-schaffen. Nach genauer Zusammenstellung übersteigt, trotz der bis jetztaußerordentlich ungünstigen Verhältnisse, die Zahl der deutschen Han-delsschiffe, die der französischen und erscheint nächst der englischen undnordainerikanischcn Handelsmarine an Bedeutung, Schiffszahl undTonnengehalt als die bedeutendste der Erde. Am 1. Zaunar d. I.1847 betrug die Seeschiffahrt der einzigen Stadt Bremen allein, diezahlreichen Lichtcrfahrzcugc ungerechnet, 348 Schiffe mit 97,660 Ton-nen, d. h. beinahe ein Drittel der ganzen französischen Sce-Handels-ffotte, gut der Kauffarteiflotte des kolonieenreicheu Hollands, doppeltsoviel als die belgische. Bald wird sie in jener Beziehung sich noch ver-stärken und Bremen mit seiner Weser, Hamburg mit seiner Elbe, Triestmit seinem Meere, alle drei zu gemeinsamem Wirken sich die Bruder-hand reichen und Hauptausgangspunktc eines vortrefflich construirten,über unser ganzes Vaterland gespannten Eisenbahnnetzes, nächst Lon-don und Liverpool vor Allem das schlagende Herz des Weltverkehrsund seiner Wasser- »nd Metallstraßen, zuni frommen, jedweden, deut-schen Staates werden, (namentlich unsers so äußerst günstig gelegenenHessens) Ost- und Westindien werden sich hier in ihren Bodenerzeug-nissen begegnen, mit diesen ihre einzukaufenden deutschen Gewerbspro-dukte bezahlen und diesen hierdurch einen ebenso lohnenden als dauern-den Absatz darbieten. Auf diesen drei Vollpulsen des Lebens unsersHandels wie unserer Gewerbe werden wir bald gleich Erfreuliches wieSchiller von dem Antwerpen des 16. Jahrhunderts mittheilen können.
Fürwahr wir dürfen, wenn wir vereint ernstlich wirken wolle»,in unserer praktisch angewandten Energie im Jnlande wie dem Aus-land gegenüber keinen Tag erkalten. Leider mangelt mir der Raumbei diesem interessanten Gegenstand länger zu verweilen, nachzuweisen,