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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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und Rechentafeln, deren sie jährlich an 18,000 Stück ver-schicken. —

Gehen wir die Donau hinauf nach Regensburg, dem uns be-kanntesten Bleistift-Fabrikortc. Derartige Erzeugnisse erhalten wirfast ausschließlich aus der dasigen Fabrik dcS I. I. Rehbach, welcheübrigens auch jede andere Baierns an Umfang und Bedeutung über-trifft. Wie uns Rößler mittheilt, so erkaufte solche der Unternehmerim Jahr 1821 vom Staate, der hierbei seine Absicht verwirklichenwollte, mittelst Einführung der verbesserten Verfahrun.gs-artcn in Wien und Paris mit Benutzung inländischerRohrstoffe diejenigen Summen im Lande zu behalten,welche früher aus Baiern für Bleistifte ausgegangen wa-ren. Diese väterliche Intention der königl. baier. Regierung wurdevöllig erreicht, indem man sowohl bei der Materialbereitung, bei rerThon- und Graphitvermengung, bei Zurichtung des Teigs, demBrennen der Stifte und der Anfertigung der Kapseln durch Schneid-und Hobelmaschinen, als auch bei den Vollcndungsarbeiten durchausdie Wiener und Pariser Vcrfahrungsweisen einführte. Im Jahr 1821eröffnete diese Fabrik ihr Gewerbe mit nur 0 Arbeitern. Nachdemes ihr aber gelungen war, durch makellose Güte ihrer Erzeugnissedenselben überall Eingang zu verschaffen, vergrößerte sich dieses Eta-blissement mit jedem Jahre, so daß es im Jahr 1836 in einen: neuangekauften Hause bereits 120 Arbeiter beschäftigte, welche Zahl bisjetzt wohl auf nahe an 200 gestiegen ist. Die Fabrik arbeitet mitDampfkraft und liefert täglich 2,500 Dutzend (also 30,000 Stück)Bleistifte, welche in allen Theilen Europa's dauernder Abnahme ver-sichert sind, während sie selbst vom Auslande nur feinen Graphit,sowie Cedernholz bezieht. Zur Fassung wird außer diesem.auchAspen-, Linven- und Erlenholz benutzt.

Acbnlichcr baierischer Gewcrbsanlagen könnte ich noch mehreanführen, doch, da mir hier leicht entgcgnet werden könnte, daß dieseeinen Hauptrohstoff, das Wasserblei, in vorzüglicher Güte — dasböhmische bei Krumau und das bairische selbst — ob der größernNähe viel billiger, denn wir beziehen könnten, so mache ich nur nocheine namhaft und zwar eine churhcssische, die wenigstens ebenso schwie-rig und theuer als irgend eine zukiinftigc der Provinz Starkenburgihre Rohstoffe insgesammt zu beziehen, und die demungeachtet es mitnicht allzugroßen Mitteln zu einer solchen Ausdehnung gebracht hat,