313
seine Fabrik vor 10 Jahren, erst nachdem einer seiner Söhne ineiner der rcnommirtestcn Bleististfabrikcn zu Nürnberg sich mit denerforderlichen Kenntnissen von dieser Fabrikation in jeder Beziehungvollkommen vertraut gemacht batte. Schon am Ende des erstenJahres ihres Bestandes beschäftigte er 50 Arbeiter und 2 mittelstWasserkraft getriebene Maschinen. Der Ruf, welchen der verdienst-volle Gewerbsunternehmer seinen Bleistiften durch innere Güte zuverschaffen wußte, bewirkte, daß er allmählig an 200 Arbeitern dau-ernden Verdienst verschaffen konnte, was einer Einwohnerzahl vonwenigstens 600 Köpfen entspricht. Ist dieses nicht höchst aufmun-ternd, diesen rührigen Fabrikanten, dem es nie an Absatz fehlt, nach-zueifern, womöglich es ihm glcichzuthun? Mancher Wahn ist imLaufe der Zeiten schon dahin geschwunden, auch der oft in unsermGroßherzogthum schon laut gewordene, muß dahin sinken, daß unserLand nur zum Ackerbau bestimmt sei, daß es nicht sich in Fabrik -und Manufacturanlagen in großer Zahl einlassen dürfe. Mache cöein Vater mit seinen Kindern, wie der klar denkende, richtig spckuli-rende Arnd, statt sie studiren zu lassen als künftige Staatsbeamte,und sie werden ihm nicht allein weit geringere Kosten verursachen,viel früher aus seinem Brod kommen, sondern diese auch weit mehrals angehende Blcististfabrikanten, denn als Accessisten oder Refe-rcnrare für das materielle und sittliche Wohl ihrer Umgebung inihren beßten Jugendjabren zu wirken im Stande sein.
Dreimidrwmyigster Abschnitt.
Fabrikation von Granaten und Perlen.
„Wer dieser Erde Güter hat,
Und sieht die Bruder leidenUnd macht die Hungrigen nicht satt,
Läßt Nackende nicht kleiden.
Der ist ein Feind der ersten Pflichtlind hat die Liebe Gottes nicht."
Ge Nert.
Wie in Regcnsburg, Nürnberg, Hafnerzell und Fulda Hundertevon Familien ihr Brod ununterbrochen mittelst Blcistiftherstcllcns sicherwerben, ebenso bildet die Fertigung (namentlich das Durchbohren