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Vierun-M anngster Abschnitt.
Lcderfabrikation und Verarbeitung, insbesondere Fertigung von Handschuhen. —Hierbei abermals Belege, wie eine Menge einheimischer Pflanzen, Sträu-cher und Bäume weit lohnender als seither bei uns benutzt und ihr Daseineine ergiebigere Erwerbsquelle abgeben könnte.
„Der zu Walldorf bei Heidelberg als Sohn unbemittelter El-tern geborne und als der reichste Nordamerikaner zu New-Aorkgestorbene Johann Jakob Astor. begann seine Laufbahn in der be-schränktesten Weise, aber er brachte zu dem Versuche ausdauerndeThätigkeit, strenge Sparsamkeit und die pünklichste Redlichkeit. Zudiesen Eigenschaften kam noch ein aufstrebender Kopf. der stetsaufwärts blickte, ein kühner, fruchtbarer, weit aussehender Geist,ein Scharfblick, der schnell Allee erfaßte und jeden Umstand zuseinem Vortheil benutzte und ein wunderbares, nie schwankendesVertrauen auf ausgezeichneten Erfolg. So sehr auch sein Vermö-' gen mit jedem Jahre wuchs, eilte doch stets sein Geist seinen Um«ständen voran und führte ihn auf neue ausgedehnte Felder derSpekulation, die weit über den Gesichtskreis des gewöhnlichenKaufmanns sich ausdehnten".
Washington Jroings Astoria.
Ich habe bisher vorzugsweise auf diejenigen Gcwerbszwcigc— durch Gründe und Beispiele — aufmerksam zn machen gesucht,welche einerseits die Aussicht gewähren auf unserm vaterländischenBoden eine bedeutende Ausdehnung zu erlangen und welche anderer-seits zur Beschäftigung von überflüssigen Händen auf dem Lande sicheignen — hierzu gehört auch, wie unten noch näher nachgewiesenwird, die Handschuhfabrikation. Da diese jedoch wesentlich mitder Gerberei zusammenhängt, weil sie ihr das Hauptmaterial liefert,überdies solche einer fast gleich großen nachhaltig lohnenden Aus-dehnung in unserm Großherzogthum noch fähig ist, so habe ich esvorgezogen, mich nicht ausschließlich auf die Fertigung der Hand-schuhe zu beschränken, sondern den Inhalt dieses Abschnitts auch aufdie Herstellung des Leders auszudehnen.
Der Zweck des Gerbens ist bekanntlich: Häute von Thierenin Leder zu verwandeln, in eine Materie, welche der Verwesung nichtunterworfen ist, dem Einfluß der Witterung widersteht und hinläng-liche Biegsamkeit und Festigkeit besitzt, um zu den verschiedensten Ge-genständen verwendet werden zu können. Zu dem Ende müssen dieThicrhäute eignen Zubereitungen unterworfen werden, mittelst welcherdie Fasern, das Zellgewebe, welches dieselben bilden, Substanzenaufnehmen, welche sie vor der Fäulniß bewahren und ihnen einen