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füge. Ich bemerke hierbei noch erläuternd, daß um so weniger dieHerstellungskosten für zu hoch für die Preise unserer Umgebung ge-griffen betrachtet werden können, als unsere Arbeiter in Folge derweit geringeren an Staat und Gemeinden zu zahlenden Abgaben,sowie durchschnittlich billigerer Lebensmittel, insbesondere Fleischpreise,weit wohlfeiler arbeiten können, als ihre französischen Konkurrenten.
Wollte man eine Fabrik in einem Bereich von etwa 2 Stun-den im Umkreis gründen, so würde man zuerst den Ort auswäklenmüssen, welcher die meisten Vortheile für den Betrieb der Weiß-gerberei darböte. In einem solchen Bezirk könnte man etwa 300Feuerstätten annehmen, deren jede wenigstens eine Person dieserFabrik als Arbeiter stellen könnte. Deren Inhaber müßte hiernachfolgende Einthcilung treffen:
12 Weißgcrber,
1 Schlichter zum Schlichten der Felle, welche sich nicht zuGlaye-Handschuhe eignen,
4 Färber zum Färben der Felle, welche nicht weiß bleibenkönnen,
12 Handschuhmacher zum Zuschneiden,
10 Stickerinnen,
260 Näherinnen, in Allem
299 Personen.
1) Die Weißgcrber werden wöchentlich jeder 8 Dutzend Felle, alsoalle zusammen 96 Dutzend Felle liefern und jeder verdient(täglich 50 kr.) wöchentlich 12 Frks. (5 fl. 36 kr.), alle zu-sammen also ....... . 144 Frks. (67 fl. 12 kr.)
2) Der Schlichter erhält für das Schlich-ten von 36 Dutzend Fellen . . . . 12 „ ( 5 „ 36 „)
Z) Die Färber erhalten für das Färben
von 72 Dutzend Fellen.48 „ (22 „ 24 „)
4) Die Handschuhmacher können jeder wö-chentlich 15 Dutzend Paar Handschuhezuschneiden und erhalten 1 Frk. (28 kr.)per Dutzend.. . 180 „ (84 „ — „)
M Die Stickerei wird mit '/- Frk. (14 kr.)für das Dutzend bezahlt, jede Stickerin
Zu übertragen . . 384 Frks.(179 fl. 12 kr.)