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in die Hände fallen, der nur alle nacheinander auSsaugt wie einVampyr eine dumme Hcerde. Diese Einrichtung ist von allzugroßcmBelang, sie betrifft das Wohl des bezüglich der materiellen Interessendes Landes wichtigsten Theils der LandeSbcvölkcrung, den Segendes ganzen Bauernstandes, dieses Hauptpfeilerö unserer socialen Zu-stände. Unter den Bauern im benachbarten Schwabenlande wurdennach dem Muster eines großen' Centralcrcditvercins kleinere Credit-vereine in mehreren Gemeinden seit Jahren in'ö Leben gerufen, diescbr wohlthätig wirken, mit bestem Erfolg dem Wucher der Speku-lanten entgegenarbeiten und dem Landmann darthun, wie er sich selbstfortbclfen kann, wenn er nur will. Aber dieses einladende Vorbildscheint bis jetzt anderwärts nur noch sehr wenig Nachahmung gefun-den zu haben.
Der einen so hoben Beruf ausfüllende Stand der Geistlichensollte kaum einen in seiner Mitte zählen, der seinen Wirkungskreisallein auf das Predigen, Schulvisitiren, Taufen, Kopuliren, dieKirchenbücher führen und die Uebcrwachung der Ockonomic seinerBesoldungsäckcr beschränke. Der schottische Geistliche Dr. ThomasChalmers entwickelt in seinem Werke über die kirchliche Armenpflege,welches den Gedanken durchführt, wie es vornämlich Aufgabe derGeistlichen sei, in den socialen Verfall der modernen Gesellschaft ret-tend einzugreifen, auf sehr klare Weise, die Idee, daß das ganzeGebiet des menschlichen Elends und jene schreckliche Domäne desVerbrechens, in welcher Gerichte und Polizei nicht zu dringen ver-mögen, ein recht heilbringender Wirkungskreis für sie werden müsse.Der treffliche noch zu Ediuburg wirkende Mann hat fürwahr nichtzu viel, nichts Unbilliges von seinem geistlichen Amtsgenossen verlangt.Es gilt von seinem Wirkungskreise in dieser Beziehung Alles obenvom Volkslehrer über seiire Wirksamkeit außer dem engern Bereicheseiner Schule Erwähnte. Es liegt in dem Berufe des Seelenhirten,Rang und Stand zu versöhnen, nicht allein durch seine Predigtenvon der Kanzel herab, sondern und noch weit mehr durch seinensegenbringenden Verkehr mit Zedermann, vorab dem dürftigen seinerGemeinde, dessen Schützling er an sich, insbesondere aber dem rei-chen Manne gegenüber sein solle, der Arbeit, lohnenden Verdienst zuvergeben im Stande ist. Wie sein ganzer Lebenswandel ein Musterfür die ihm anvertraute Heerde, so soll es auch eine Kette thatkräf-tiger segenverbreitender Wohlthaten sein. — Man wird mir wohl