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betrachtet er mit als eine der Hauptursachen des raschen Emporblü-hens seiner Gewerbe und seines Handels. „Loiworäm res psrvsveresount" „Eintracht macht stark", war der Wahlspruch der Hal-
set auszuführen nur durch wohlhabende, gewissenhafte, von der Bür-gerschaft gewählte, ehrenhafte Männer. Am 2. März 1545 erschienjenes Dominikaners Gegenschrift unter dem Tittel: I)o >o Orilen,
«n glqnnns stuedlos >I>: Ls>>u»ua so da sinesto en la dmusina >,arareinrälo <ie los vexlaäeios pokres l von der Ordnung, welche in ei-nige» Landschaften Spaniens bezüglich des Almosengebens zur Unter-stützung der wahren Armen getroffen worden ist) und während denseitdem verflossenen 3 Jahrhunderten streitet man über dieselbenFragen, aber kein Zweifel kann bei dem Klardenkenden mehr auf-kommen, daß national-ökonomisch der Benediktiner für das wahredauernde Volkswohl viel weisere, die Volksnoth steuernde Rathschlägegegeben hat, als sein geharnischter Gegner. Mit jenen Vorschlägendes trefflichen Benedictiners harmoniren in der Hauptsache Sir Mar-ion Eden (in seinem tbs staie ok lde paar) Thomas Ruggles(in seiner luswr;- ok tde pooi'j und noch mehr der treffliche Mac-farland in seinen Untersuchungen über die Armuth, drei zu Endedes vorigen Jahrhunderts lebende englische Schriftsteller, die sämmt-lich mit der Schärfe der Theorie praktische Tüchtigkeit verbinden, kei-ner aber hat den Gegenstand so gründlich unter den dreien untersuchtund die Wirksamkeit der Hülfsmittel so sorgsam gewürdigt alsMacfarland, der sechs Hauptmittel fordert: eine. strenge Polizei, eineOrganisation der Aufsicht, eine verständig geregelte, mildthätigeVerwaltung, die Trennung der wahren und der falschen Armen,eine Unterdrückung der Faullenzcrei und der Lüderlichkcit durch Er-öffnung von Erwerbsquellen und, wenn sie nicht freiwillig arbeite»wolle», durch zwangsweise Unterbringung in Arbeits- und Befferungs-häuser. — Das Wohlsein unserer ärmeren Klaffen ist ein so glühen-der Wunsch für alle eole Seele», daß keine Opfer der Liede alsMensch und als Christ zu groß sein kann, solches zu mehren, sie womöglich vor den sie bedrohenden Leiden zu wahren, ihre Leiden wenig-stens zu mildern. Das Studium der Vergangenheit und der Gegenwartkann hier uns allein Winke geben, auf die praktischste Weise dieserzahlreiche» Klaffen und durch dieses uns ein möglichst heiteres Looö fürdie Zukunft zu bereiten und dieses kann nur in der Hebung des Ehr-gefühls des Sinns zur rastlosen Thätigkeit der Verschaffung von dauern-der lohnender Gelegenheit hierzu und des Sinns zur Sparsamkeit undOrdnung vermittelst der möglichsten Einbürgerung in jeder Bezie-hung musterhaft praktisch eingerichteter Sparkassen geschehen. Ichschließe mit L. Luret nur zu wahrem Ausspruch: „lm cbai'ite i-ubiiguograliguve sous könne li'uumüne est un cercle vicieux, uu sopbismeinorul."