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VIII Vorrede.
Häuser; die scheinbar festesten Theorien werden durch eineeinzige empirische Wahrheit oft umgestoßen. Nur das un-bestreitbar Wahre, das heißt, was durch unbefangene Beob-achtungen an's Licht gebracht ist, hat bleibenden Werth inder Naturwiffenschast.
Es leuchtet von selbst ein, daß in einer Zeit, wo mananfängt, es zu wagen, einen Schleier zu lüften, den manbis dahin für den allerdichtesten hielt, der Erfolg vorerstnur höchst mangelhaft sein kann. Die Lehre von den Er-scheinungen des Lebens hat man, was ihren dynamischenTheil betrifft, für außer dem Reich der menschlichen For-schung liegend gehalten und selbst eine Bürgschaft für ihreGroßartigkeit darin zu finden geglaubt, daß der menschlicheGeist nichts davon begreife. Was die Entstehung, die Ent-wickelung, das Wachsthum, die Verrichtungen der Pflanzenund Thiere betrifft, war, im Verhältniß zu den Grund-ursachen der Wirkung, in einen dichten Nebel gehüllt.Kein Auge, glaubte man, sei im Stande, diesen zu durch-dringen.
So denkt man indessen setzt nicht mehr allgemeinüber das, was dahinter verborgen liegt. Aber währendman kaum weiß, was man von demselben zu erkennenhoffen darf, während man nur mit Mühe die Gränzenbestimmt von dem, was wir setzt wissen und was fürsetzt noch unerreichbar ist, wird doch Neues beobachtet, Neues