2 Die chemische» mid organischen Kräfte.
sich unsere Vorstellung von den Kräften, welche beide Reichebeherrschen, der Wahrheit nähern.
Wer den Zusammenhang leugnet, findet ihn sicher nicht;wer aber ohne Vorurtheil darnach sucht, findet so viel, wievorhanden ist.
In den Naturwissenschaften bedient man sich jeden Au-genblick der Worte: Stoss und Kraft. Beides suchen wirin unserer Vorstellung zu trennen, obgleich wir uns keinenStoff ohne Kraft und kaum eine Kraft denken können, ohne ihreWirkung auf die Materie. Forschen wir dem Wesen derMaterie nach, so stoßen wir auf viele Schwierigkeiten. Dieerste ist die unendliche oder vielmehr nicht unendliche Theil-barkcit, eine andere die materielle Verschiedenheit, eine drittedie große Anzahl der Elemente.
In den physikalischen und denjenigen Wissenschaften,welche auf physikalischen Grundlagen beruhen, halten wiruns besonders an die Hülfsmittel zur Untersuchung und Un-terscheidung; wir beschränken uns auf die durch Beobachtungund Vergleichung der sichtbaren Gegenstände erworbene Er-fahrung und sichern uns dadurch vor jenem Labyrinth, inwelchem so viele geistreiche Männer früherer und neuerer Zeitdurch eigensinniges Festhalten an abstrakten aus der unsichtbarenWelt entlehnten Begriffen sich verirrt haben.
Wir nehmen materielle Verschiedenheit und eine großeAnzahl Elemente an, weil wir sie mit unsern Sinnen wahr-nehmen. Den Begriff des Wortes Atom lassen wir auf sichberuhen; wo wir uns künftig desselben bedienen, verbindenwir damit nur den weit klareren Begriff von Aequivalent.
Man versteht in allen physikalischen Wissenschaften unterdem Ausdruck Kraft nicht anders als die gedachte Ursacheeiner Reihe beobachteter Erscheinungen.
Kraft denken wir uns also nur, ohne sie wahrzunehmen,aber wir theilen derselben nicht mehr, wie es wohl geschehenist, willkührlich Eigenschaften zu, sondern wir bilden unsere