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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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mit eigenthümlichen Formen.

den die Gefäße sogleich sehr stark blau, und es zeigt stch aufder äußersten Oberfläche eine sehr dünne körnige dunkelbrauneMembran, deren Dicke 0,0005 0,0007 Mm. beträgt, Fig. 68(Harting und M.).

Es kommen also in den vewa laticis drei verschiedeneStoffe vor: Cellulose bildet die innere Schicht; darum liegteine andere, welche durch Kali und Salpetersäure stark an-schwillt (Pectose?); die äußere sehr dünne Schicht endlich be-steht aus einer Substanz, welche, den wenigen beobachtetenEigenschaften nach zu urtheilen, mit der äußeren Schicht derHolzzellen übereinstimmt.

Chemische Natur der elementaren Bestand-theile des Stammes der Dikotyledonen.

Da sich unsere Untersuchungen hauptsächlich auf die Ele-mentargewebe der Dikotyledonen erstreckt haben, so wollenwir die Elementartheile in der Ordnung, wie sie in jenenPflanzen vorkommen, näher betrachten, und die der Mono-kotyledonen, welche wir untersucht haben, bei den entspre-chenden Geweben zugleich abhandeln. Ich erinnere hierbeian das, was in der Vorrede gesagt ist (S. 10).

M a r k z e l l e n.

Die Markzellcn sind sowohl von anderen Elementarge-weben, als auch bei derselben Pflanze unter sich wesentlichverschieden. Ich will sie zugleich mit den Markstrahlenzellenabhandeln.

Sie werden in Mamillaria p'usilla unter der Einwirkungvon Salpetersäure und Ammoniak nicht im Mindesten ge-färbt. Jod und Schwefelsäure (4 Th. auf 1 Th. Wasser) fär-ben sie augenblicklich blau. Die Markstrahlenzellen werdendurch concentrirte Kalilauge nicht verändert. Beim Flieder