mit eigenthümlichen Formen. 477
Holzzelle von Jod und Schwefelsäure blau gefärbt undleicht aufgelöst werden. In einem älteren Jnternodium ver-hält sich die Sache anders; man unterscheidet hier auf demQuerdurchschnitt vier Schichten: auswendig eine dünne braunescharf begrenzte Hülle; darauf folgt ein angeschwollener grü-ner, weiterhin ein blauer Saum, der mit dem grünen ver-schmilzt; und endlich unterscheidet man inwendig noch einensehr dünnen braunen Rand. Nimmt man letzteren für denutriculus luttzi-nus, so haben wir wieder dieselben drei Stoffe,also einen mehr, als wir bei den vasa punclata gefundenhaben, nämlich denjenigen, welcher hier grün erscheint. Die-ser und die braune Schicht scheinen also wieder außerhalbder Cellulvsewand gebildet und wirklich Jnkrustirungen zusein; denn die jungen Holzzellen enthalten außer dem utri-culus internus Nichts als eine Celluloseschicht.
In allen Holzzellen bringt concentrirte Salzsäure, wo-mit dünne Stückchen achtundvierzig Stunden lang in einembedeckten Gefäße der Lust ausgesetzt werden, die violetteFärbung hervor, wodurch sich die Gegenwart von Proteinzu erkennen giebt; z. B. in einem zweijährigen Zweige vonClematis vitalba, Tilia parvifolia, Fig. 24. In Hoya carnosawar die Färbung noch weiter fortgeschritten, die violette Sub-stanz von Bourdois und Caventou hatte sich in Humussäureverwandelt. Die jüngsten Holzzellen waren ungefärbt geblie-ben, woraus hervorgeht, daß die eiweißartige Substanz erstspäter darin abgesondert wird. Die Holzzellen von kinus8y1v68tr>8 werden stark violett, Fig. 17.
Wenn man Holzzellen vierundzwanzig Stunden langbei 600 mit concentrirter Kalilauge digerirt, so schwellen siestark an und werden mehr oder weniger gelb oder braun,z. B. in Pinus sylvestris, Hoya carnosa.
In einem jungen Jnternodium von Clematis vitalbasteht man bei den jungen Holzzellen, wo noch keine Ver-dickung Statt gefunden hat, die ganze Zelle unter der