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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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mit eigenthümlichen Formen.

ren Resultate zur Vervollständigung der obigen Angaben sS.244.] über Pectinsäure und Pectin dienen mögen.)

Die Substanz, woraus der utrioulus intarnusbesteht, deren Natur wir nicht genauerhaben studiren können.Dahin gehört auch die dünne äußere Wand der vasalaticis, welche wie der utrioulus internus durch Jod undSchwefelsäure braun gefärbt wird.

Die Substanz des hornartigen Albumens vonAlstroemeria- und Iris-©amen = C 24 üzg 0 19 , welche auchin den Lustbehältern von Pliytvlaooa vorzukommen scheint.

Zwei Verbindungen in dem Samen von Phytele-phas, welche gleiche Zusammensetzung haben, C 24 H 42 0 21 ;die eine ist Cellulose.

Hollundermark, welches aus einer Substanz besteht,die in anderen Pflanzengeweben noch näher untersucht werdenmuß. Es ist wahrscheinlich auch in anderen Arten von Markvorhanden.

Festes Pflanzen ei weiß. Es ist mit vielen Elemen-tartheilen innig verwebt; auch kommt es in der mittlerenHolzsubstanz vor, bald in den Holzzellen selbst, bald in denSpiralen, bald anderswo, aber nicht in der jungen Zellenwand,sondern im auflöslichen Zustande gehört es dem Zelleninhaltejunger Zellen an.

Eine größere Anzahl von Stoffen haben wir in denuntersuchten elementären Pflanzentheilen nicht unterscheiden zumüssen geglaubt *).

So viel ist jedenfalls ausgemacht, daß in dem Pflanzen-reich, wie in dem Thierreiche mit sehr wenigen Verbindungendie verschiedenartigsten Zwecke erreicht werden. Unsere Nntcr-

*0 Die Hcfecellulosc ist eine besondere, mit der gewöhnlichen Cellulose nichtzu verwechselnde Substanz. Sie wird durch Zod und Schwefelsäure braunund zeigt nur unter dem Mikroskop kleine Beimengungen einer fremdenblau werdenden Substanz, deren Menge vielleicht y 50 vom Ganzen be-trägt, und von der Cellulose der Körner herrührt (vgl. Scheik. Onderz.ßeei II, p. 409.).

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