Erklärung der Kupfertafeln. 529
Durchschnitt des Milchsastgesäßes liegt scheiben-förmig in der Mitte der umschließenden Zellen,deren Wände sich ausgedehnt haben. In Folgedieser Ausdehnung hat sich die Oeffnung, wodurchdas Milchgefäß eintritt, erweitert, so daß manzwischen diesen und den Wänden der Zellen einenoffenen Raum wahrnimmt. Ueberall, wo dieWand einfach ist, sieht man zahlreiche kleineOeffnungen. In einer Zelle, deren Durchmesseretwa 0,037 Mm. betrug, beließ sich die Zahlder Oeffnungen auf 45 bis 50.
Fig. 69. Querdurchschnitt des noch weiß gefärbten Theilseines sehr jungen Blattes von Agave americana,an der Stelle, wo die Blätter noch vereinigtsind, mit Jodtinktur und Schwefelsäure (4—1)behandelt. Die Cuticula hat sich abgelöst undbleibt braun gefärbt; die Wände der Epidermis-zellen sind blau, ihr Inhalt braun; die Wändeder Parenchymzellen sind stark angeschwollen undgleichmäßig blau gefärbt, der Inhalt ist braun.Bei Hundertmaliger Vergrößerung.
Fig. 70. Ein kleiner Theil desselben Blattes mit der Epi-dermis und der abgelösten Cuticula, bei dreihun-dertmaliger Vergrößerung.
Fig. 71. Cuticula des noch weißen Theils eines jungenBlattes von Agave amerieana mit Schwefelsäurelosgeweicht.
Fig. 72. Querdurchschnitt der Oberhaut eines ausgewach-senen Blattes von Agave amerieana mit Jod-tinktur und Schwefelsäure behandelt. Der ver-dickte Theil der Zellen (Cuticula) bleibt unver-ändert, auch wenn er sehr lange mit concentrir-ter Schwefelsäure behandelt war; der dünnwan-dige Theil dagegen wird nach der Einwirkung