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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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Nahrungsflüssigkeit, Mut.

11) Unveränderte Zusammensetzung des Bluts bei plethora,so daß dieser Zustand nicht verändertem, sondern einerzu großen Menge Blut zugeschrieben werden mußBecquerel und Rodler).

12) Verminderung der Blutkörperchen bei vielen Krankhei-ten und zunehmende Verminderung in dem Maaße alsdie Krankheit länger anhält (Becquerel und Rodier).

13) Verminderung des Albumin-Gehalts bei Ansteckungs-Krankheiten, gleichen Schritt haltend mit Vermehrungdes Fibrins (Becquerel und Rodier).

14) Vermehrung des Fibrins bei Chlorosis , während derSchwangerschaft (Becquerel und Rodier).

15) Unveränderlichkeit des Fibrin-Gehalts bei chronischenLeberkrankheiten, aber Vermehrung derselben bei An-steckung der Leber (Andral und Gavarret).

16) Verminderung des Fibringehalts bei Scorbut und Ty­ phus . (Andral und Gavarret).

Andral und Gavarret haben einige wenige Malebei Typhus eine geringe Vermehrung des Fibrins gesunden.Die von ihnen erhaltenen Resultate folgen hier, wobei zubemerken ist, daß nach der von ihnen angewendeten Methodedie Fibrin-Menge zu groß ausfällt, und zwar nach Becque-rel und Rodier wohl um 7s bis l / 3 . Letztere fanden näm-lich im normalen Blut 2,2 Fibrin in 1000 Th-, währendAndral und Gavarret 2,5 bis 3,5 gefunden haben. BeiTyphus fanden letztere Fibrin in 1000 Th. Blut:

In 3 Fällen 3,7

"14 " 3,5 bis 3,0

" 7 " 3,0 2,0

» 9 » 2,5 » 2,0

» 8 " 1,9 " 1,2.

Nach ihnen haben demnach bei Typhus in 41 Fällen 3Fälle ein wenig mehr Fibrin gegeben, 21 zeigten normale Ab-wechselung und in 16 Fällen ging der Fibrin-Gehalt weiter