Buch 
Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
Seite
1069
JPEG-Download
 

1069

Nahrungöflüssigkeit, Blut.

hinab. In keinem dieser Fälle war der «dynamische Cha-racter der Krankheit so beschaffen, daß ein Aderlaß nicht nützlichwar, so daß für die Fälle, wo dieser Character stark entwickeltist, angenommen werden mag, daß der Gehalt an Fibrin nochsehr unter 1,2 pro millo sinkt.

Wie viel Abweichungen indeß in der Zusammensetzungdes Bluts bei derselben Krankheit statt finden, kann aus denfolgenden Zahlen geschlossen werden, womit wir diesen Gegen-stand beschließen.

In 12 Fällen von Scrophulosis bestimmte Nicholsondie Zusammensetzung des Bluts *). Seine Resultate sind fol-gende:

Blutkörperchen

Fibrin

In

Serum gelösteStoffe

Wasser

1.

. . 101

3

79,5

816,5

2.

. . 98

2,8

79

820,2

3.

. . 98

2,4

79,1

820,5

4.

. . 97

3

79

821

5.

. . 96,5

2,5

78 -

823

6.

. . 80

2,8

78,7

839

7.

. . 79

2

79

840

8.

. . 79

2

80

839

9.

. . 63,5

1,2

80

855,3

10.

. . 64

1,8

79

855,2

11.

. . 65,5

1,7

78,5

854,3

12.

. . 64

2

79

855

Aus dem Mitgetheilten erhellt zur Genüge, daß die Heil-kunde vorerst nicht darauf auszugehen braucht, nach der che-mischen Kenntniß des Blutes die Ausübung der Kunst zu regeln.Ich behaupte nicht, daß aus den ausgeführten Blut-Analysennichts für sie zu lernen ist, sondern daß dies für sie noch beiWeitem nicht genug ist. Und was liegt überdieß nicht noch

*) Journ. de Pharm. et de Chim. T. 10, p. 119.