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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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NiihrungsflWgkkit, Blut. 1091

früher gesprochen haben, wodurch die Coagulirung zu Standekommt.

Obschon wir weit entfernt sind, die Primitivfasern derMuskeln (p. 630) für fest gewordenes Fibrin zu halten, tra-gen doch die im Blut aufgelösten und durch die Wände derCapillargcfäße nach Außen gedrungenen Theilchen des Fibrinsdazu bei, die Hauptmasse der Primitiv-Muskelfasern zu bilden.Für das Festwerden dieser Theilchen in dem Sarcolrmma,welches sie auch durchdringen müssen, ist Ruhe hinreichend,eben so wie für das Coaguliren des Fibrins in dem Blut-kuchen-

Es bleibt die Frage, ob die leichter oder die minder leichtlöslichen Kügelcken, wovon p. 636 gesprochen ist, in den Mus-keln aus den Theilchen des Blutfibrins gebildet werden.

Nach v. Baum Hauer*) ist die Zusammensetzung derSubstanz der Fischmuskeln, die man erhält, wenn man diesemit Essigsäure auszieht und durch Ammoniak niederschlägt,nicht der des Fibrins gleich, sondern eher der des Albumins. Aber das Fleisch von Fischen verhält sich anders, wie dasvon Säugcthicren und Vögeln.

Von Rindfleisch bekam Adriani durch Behandeln mitkaltem Wasser, Auflösen in Essigsäure und Fällen mit kohlen-saurem Ammoniak einen Niederschlag, dessen ich p. 641 bereitsgedacht habe. (6 ist daselbst noch 76,437 gerechnet)**).

*) Scheik. Onderz. Deel IV, p. 318.

"*) Nach Analysen von Strecker (Ann. d. Chem. u. Pharm. Bd. 73, S. 127) ist derStoff, der erhalten wird, wenn man mit Waffer gut ausgelaugtes Fleisch mit ver-dünnter Salzsäure übergießt, worin er sich auflöst, und ihn dann aus der Lösungmit kohlensaurem Ammoniak niederschlägt, dem Blutfibrin in der Zusammensetzungfast gleich. Er fand dafür (6 75,12) :

C 51,46 53,67H 7.28 7,27

N 15,84 16,26O 19,81

S 1,21 1,11Asche 1,40

Liese Resultate weichen in O und von denen von A d r i a n i ab; sie stimmen.

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