Buch 
Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
Seite
1109
JPEG-Download
 

Nahrungsflüssigkctt, Blut. 1109

Versuchen *) ist es eine Ammoniakverbindung von 6 z« H 50N g O 13 und weicht also um Oz vom Protein ab. So wiees im Blut vorkommt, ist es 2 ( 63 g H 50 Ng 0 J3 ) -J- N 211 8 O 3 II 2 0, von derselben Zusammensetzung wie dieSubstanz, welche durch Kochen von Fibrin oder Albumin inWasser erhalten wird.

In der von Ludwig beschriebenen Substanz ist also zu-nächst Trioryprotein mit Ammoniak verbunden:

C 51,1II 6.6N 14,60 27,7

Was aus dem Ludwig'schen Körper sich in Wassernicht auflöst, ist: Eiweiß und Oryprotein:

C 36 n 50 N 3 O u + 2 II 2 0,oder der Stoff, der aus Fibrin erhalten wird (p. 1107).

Wenn man nämlich das in Wasser Unlösliche mit Am-moniak behandelt, so wird das darin aufgelöste Oryprotein durchEssigsäure niedergeschlagen, und von einem Uebermaße desselbenwieder aufgelöst; Eiweiß wird ebenfalls gefällt, bleibt aber innicht zu schwacher Essigsäure unlöslich. So verhielt sich nunder in Wasser unlösliche Theil des Ludwig'schen Körpers;ein Theil wurde aus der Ammoniaklösung durch Essigsäureniedergeschlagen, ein anderer Theil nicht; was nicht gefälltwurde, gab mit gelbem Blutlaugensalz einen weißen Nie-derschlag und hatte alle Eigenschaften des Oryproteins**) Daß etwas Eiweiß damit verbunden vorkommen muß,kann aus der Bereitungsart abgeleitet werden; Eiweiß istnicht ganz und gar unlöslich in Wasser, unter dem Umständeder Bereilungsweise des Ludwig'schen Körpers.

Aus dem Mitgetheilten folgt demnach die Gegenwart

>1 lbid. Deel IV., p. 283.

') Man s-he diese >' Sciieik. Onderz Deel 1 , p 108.