Buch 
Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
Seite
1123
JPEG-Download
 

1123

Nahrungsflüffigkeit, Blur.

Salzen des Blutes, wonach in lOOO Theilen 8 Theile sind,und stellen wir daneben, daß in 84 Theilen der auflöSlichenSalze der Blutasche von Enderlin 22 Theile dreibasischphoSphorsaures Natron gesunden sind, so müssen in den 8Theilen der löslichen Salze 2 Theile dreibasisches phosphor-saurcS Natron vorkommen. Also nach der Phoöphorbestim-mung des Fibrins und Albumins müssen 1,28 Theile dreiba-sisch phoSphorsaures Natron in 1000 Theilen Blut sein, wäh-rend Enderlin in dem Ganzen nur 2 Theile gefunden hat.Folglich kann beinahe die Hälfte dieser Phosphorsäure vondem Phosphor abstammen.

Daraus folgt also, daß Enderlin's Bestimmung un-möglich gut gewesen sein kann, weil im Fibrin und Albuminein Uebermaß von Phosphor ist, welcher bei der Verbrennungdes Blutes das kohlensaure Natron oder Kali und die imBlut vorhandenen organischen Salze, in phoSphorsaures Natronumwandelt.

Dieselben Schlüsse finden auch Anwendung auf dieAschenanalysen von Pflanzen Die Pflanzen enthalten eben-fallS Proteinverbindungen, in welchen zuweilen Phosphorvorkommt. Bei der Verbrennung der Pflanzen bildet dieserPhosphor phosphorsaure Salze, welche deshalb nicht alleals solche in den Pflanzen vorhanden waren.

Alle Gründe sind daher noch vorhanden, organische Salzeim Blute für möglich zu halten und als sicher anzuneh-men, daß entweder freie Alkalien oder kohlensaure Alkalien oderalkalische Salze mit organischen Säuren in dem Blute seinmüssen, da die Blutasche alkalisch reagirt; es ist auch einegroße Menge Phosphor darin, der, keine Basis findend, wo-mit er sich verbinden könnte, eine saure Asche hinterlassen muß,welche Phosphorsäure enthält.

Die andern Gründe für die Anwesenheit von Alkalienund organische Säuren enthaltenden Salzen indem Blute sindzunächst, daß in vielen Speisen aus dem Pflanzenreich orga-