Nahrungsflüssigkeit, Blut. 1131
Denn wie viele elementare Formen gehören nicht zumMuskelgewebe. Und dennoch, soll man von der Entstehungder beiden Bestandtheile, den Muskel-Primi tivfasern, und vondem zwischen ihnen gelegenen gut unterscheidbaren drittenStoffe (S. 630), von der Enistehung des Sarcolemmas (S.631), von dem überall zwischen den Muskeln eingewebtenBindegewebe und von den elastischen Fasern chemische Rechen-schaft ablegen — nicht der Capillargefäße des Blut- undLymphgcfäßsystems, der Nervenfasern, des Fettes u. s. w., derMuskelmasse zu gedenken — so müßte man die Nahrungö-flüsstgkeit, welche jedem besonders zugehört, untersuchen können,was unmöglich ist, und unmöglich bleiben wird.
Diese Unmöglichkeit erstreckt sich auch auf jedes anderezusammengesetzte Gewebe und daS, was uns also übrig bleibt,ist, aus der Kenntniß, die wir von den Blutbestandtheilen imAllgemeinen haben, in Verbindung mit der Kenntniß vonder Zusammensetzung der Elementargewebe, durch Annäherungzu bestimmen, was dabei verändert wird, welches die Zersetzungist, der das eine oder andere dabei ausgesetzt ist und auch,wie ich S. 1056 bemerkte, durch Dcduction.
Es ist klar, daß die Blutkörperchen nirgends das Capillar-gefäßsystem verlassen, sondern darin eingeschlossen bleiben; daßdadurch das Austreten der Blutbestandtheile aus dem Capillar-system sich auf die im Blut aufgelösten Stoffe beschränkt.Und diese Stoffe sind: Fibrin im auflöslichen Zustande undAlbumin, die beiden Ory-Proteine, die ertractartigen Stoffe, dieorganischen und anorganischen Salze, und alles dasjenige, waswir weiter oben aufgezählt haben. Treten diese alle aus demCapillarsystem als Nahrungsflüssigkeit? Die Erfahrung hatnoch nichts darüber entschieden, aber das können wir feststellen,daß dasjenige, welches als Ausscheidungsproduct des GewebeSeinmal in den Blutlaus zurückgetreten ist, wohl nicht mehr daheraustreten wird; daß alle anorganischen Salze, schwefelsaure,phoSphorsaure, Chlorüre sicher auStreten können. Daß vielleicht