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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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NahrungsflWgkcit, Blut.

daS Eiweiß, gewiß daS aufgelöste Fibrin und Qry-Proteinnach außen gehen; von dem letzten entsteht doch wahrscheinlichdas Chondrin- und Binde-Gewebe, von dem ersten wahrschein-lich die Primitivfasern der Muskeln; von den Fetten ist eSsicher, daß sie nach außen treten, aber ob sie es als Seifenthun, oder in dem Capillarsystcm wieder neutrale Fette werden,um als solche in den Fettzellen abgelagert zu werden, das undnoch viel mehr liegt noch ganz im Dunkeln.

Aus der Nahrungsflüssigkeit, sagen wir, entsteht die Lymphe,jhre Zusammensetzung wird in einiger Zeit Licht über den Nah-rungssaft verbreiten können; was wir gegenwärtig davon wissen,ist nicht bedeutend; es mag genügen, die Resultate einigerAnalysen mitgetheilt zu haben, die jedoch wahrscheinlich nichtdie Hälfte der in der Lymphe vorhandenen Stoffe angeben.Daher will ich den Leser auch nur kurze Zeit hierbei aufhalten,gleichwohl verdiente sie mit der größten Aufmerksamkeit aus-führlich untersucht zu werden.

Die Lymphe ist mehrercmal untersucht worden, sie hatviele Aehnlichkeit mit dem Chylus, aber enthält viel wenigerFett.

Die beste Analyse, welche wir von der Lymphe besitze»,

ist von Marchand und Colbey:

Wasser. 96,926

Fibrin. 0,520

Albumin. 0,434

Osmazom und Verlust .... 0,312

Oelige Fette. \

Krystallisirte Fette. I

Chlornatrium.[

Chlorkalk»».> 1,544

Kohlensaure und Milchsäure Alkalien !

Schwefelsaurer Kalk.I

Phoöphorsaurer Kalk.'

100 , 00 .