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Nahrungsflüssigkeit, Blut.
daß dieser Ueberschuß an Sauerstoff mit Wasserstoff Wasserbildet, aber er kann wohl auch Cyansäure und andere Stoffebilden (Harnstoff z. 33. ist zusammengesetzt wie cyansauresAmoniumoxyd); es ist daher unrichtig anzunehmen, daß derSauerstoff, welcher beim Athmen keine Kohlensäure bildet, nurWasser bilden soll. Diese Vorstellungen sind Folge von derviel zu strenge durchgeführten Verbrennungstheorie.
Die Versuche von Marchand sind wichtig und vonsehr Vielen angenommen. Wir wollen einige in kurzen Um-rissen anführen.
Vier Frösche, 52 Stunden dem Versuche unterworfen,nahmen an Gewicht zu — die Excrete mitbegriffen — 1,958 Gr.Das war Sauerstoff, der aufgesogen war. Es waren 2,151 Gr.0 0^ gebildet, worin 1,564 Sauerstoff. Bleiben jedoch 0,394Sauerstoff über, wovon keine Kohlensäure gebildet, aber ent-weder zur Wasserbildung, oder im Allgemeinen zur Oxyda-tion der Bestandtheile der Frösche, nur nicht direct zur Koh-lensäurebildung leitende, gedient haben. Das Verhältniß desSauerstoffs der Kohlensäure zu dem keine Kohlensäure bil-denden Sauerstoff ist — 1,564: 0,394 — 100: 25,19.
Fünf Frösche gaben in 24 Stunden Vermehrung desGewichts 1,857, gebildete Kohlensäure 2,112, worin 1,536Sauerstoff, bleibt 0,321. Hier ist ein Verhältniß von 100:20,90. In seinen Versuchen im Allgemeinen hat er für dasVerhältniß des Sauerstoffs, der Kohlensäure bildet und keineKohlensäure bildet, gefunden: 100: 25,19 — 20,90 — 26,91— 27,18 — 20,04 — 30,00 — 18,06. — Bei einem Kanin-chen 100: 28,35. —
Ferner folgt aus den Versuchen von Marchand, daßdes Tages mehr Sauerstoff zu Kohlensäure, des Nachts mehrSauerstoff zu andern Zwecken gebunden wird.
Zwölf Stunden am Tage gaben ihm 100: 22,10;zwölf Stunden des Nachts 100: 28,79. Die Aufnahme vonSauerstoff war im Ganzen des Nachts geringer, — was schon