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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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1146 Nahrungsflüssigkeit, Blut.

lange bekannt war aber es wurde außerdem auch wenigerKohlensäure gebildet.

Bei niedriger und hoher Temperatur waren auch merk-liche Abweichungen von der mittleren Menge des bei mitt-lerer Temperatur aufgenommenen Sauerstoffs und außerdemAbweichungen im Verbrauch des.Sauerstoffs zur Kohlensau-rebildung oder zu andern Zwecken. Er fand namentlich beisechs Fröschen, jedesmal während sechs Stunden bei verschie-denen Temperaturen dem Versuche unterworfen.

Sauerstoff

aufgenommen

In KohlensäurevorhandenerSauerstoff

Richt zuKohlensäureverbunden

Bei

2«

bis

3«

0,080

0,0742

0,0058

»

6«

»

7«

0,319

0,2364

0,0826

12°

»

14"

0,286

0,2225

0,0635

»

18«

»

20«

0,263

0,2100

0,0530

»

28«

»

30«

0,137

0,1464

0,0106.

In Wafferstoffgas sah Marchand die Frösche rasch be-täubt werden und darauf sterben. So lange sie in diesemZustand waren, gaben sie gleichwohl Kohlensäure von sich,wie schon Müller, Bischof, Edwards, de Martignpund andere gefunden hatten; die gleichwohl keinen reinenWasserstoff gebraucht haben mögen, da sie die Frösche so langedarin leben sahen und ihre Angabe in Bezug auf die Ent-wickelung der Kohlensäure im Wafferstoffgase also kein Ver-trauen verdienen kann.

Beim Athmen in reinem Sauerstoffgas wird die Mengeder Kohlensäure nicht sehr vergrößert aber dagegen eine be-deutende Menge Sauerstoff auf andere Weise gebundenmehr Wasser gebildet, sagt Marchand. In einem Ver-suche mit Sauerstoff der 24 Stunden dauerte, wurden 1,121Sauerstoff aufgenommen, wovon 0,749 in der gebildeten Koh-lensäure vorkamen und 0,372 auf andere Weise gebundenwaren, also wie 100: 49,66, oder beinahe das Doppelte vondem, was atmosphärische Lust giebt.