Nahrungsflüssigkeit, Blut. 1151
stoff. Groß konnte hierbei die Entwickelung des Stickstoffsnicht sein, denn die Thiere blieben zuweilen einige Tage indemselben Apparat; die Menge des entwickelten Stickstoffsüberstieg selten um y i0 o die Menge des verbrauchten Sauer;stoffs. Zugleich fanden sie ein wenig Wasserstoff und Kohlen-wasserstoff entwickelt, die wahrscheinlich aus den Verdauungs-werkzeugen entstanden waren.
Die Menge des zum Thier geführten Sauerstoffs waralso bekannt; die Menge der gebildeten Kohlensäure wurdedurch Zersetzung der angewandten Kalilauge gefunden, wor-aus das Verhältniß zwischen dem verbrauchten Sauerstoffund dem, welcher in der Kohlensäure gefunden wurde, aus-gestellt werden konnte. Die Analyse der Luft endlich lehrtedie Menge Stickstoff kennen, die nach dem Versuch mehrvorhanden war, als vor dem Versuch. — Die ganze Methodeder Untersuchung ist ausgezeichnet und verdient mit dem Ap-parat, der hier nicht beschrieben werden kann, am angezogenenPlatze nachgesehen zu werden. Wir beschränken uns hiereinige Resultate mit Thieren anzuführen, welchen wir allesVertrauen schenken können *).
Ein junger Hund 6,390 Kilogramme schwer, wurde 24Stunden 30 Minuten dem Versuche unterworfen:
Grammen
Verbrauchter Sauerstoff . . . 182,288Gebildete Kohlensäure .... 183,961Sauerstoff in der Kohlensäure . 133,244Frei gewordner Stickstoff . . . 0,182
Das ist also: Grammen
Verbrauchter Sauerstoff ... 100
Sauerstoff in der Kohlensäure . 74,191
» auf andere Weise verbraucht23,809
*) Siehe diese Abhandlung in Ann. der Ch. u Pharm. Februar u. März
1850 .