1162 Nahrungsflüssigkeit, Blut.
einen indirekten Beweis für die Nichtaufnahmc des Stickstoffsaus der Atmosphäre beim Athmen, und also einen solchen,woraus der directe Schluß, daß keine Aufnahme stattfindet,nicht gezogen werden kann. Es könnte doch immer sehr gutStickstoff beim Athmen aufgenommen, und in dem Körper ge-bunden und verbraucht werden können, und nichts desto weni-ger mehr Stickstoff im verbundenen Zustande durch die Lun-gen und die Haut ausgetrieben werden, als beim Einathmenaufgenommen wurde. — Ich halte dies nicht für wahrschein-lich, aber erinnere nur daran, daß Boussingault's Ver-such, so wie der früher von Regnault und Reiset an-gegebene, in Bezug auf das Aufgenommen- oder Nichtaufge-nommenwerden des Stickstoffs der Luft beim Athmen, Nichtslehren. Die Möglichkeit bleibt, daß der Stickstoff im arteriel-len System aus der Atmosphäre gebunden wird und in demvenösen mehr Stickstoff, als gebunden ist, freigemacht wird;oder umgekehrt, daß da weniger frei gemacht als gebundenwird.
Wie sehr auch diese Anmerkung für die letzteren VersuchevonBoussingault *) Geltung hat, so verdienen diese doch Er-wähnung, um so mehr, da, in Rücksicht auf die Speisen, undErcremente, auch hier die Kohlensäure gewogen ist, welche ineiner bestimmten Zeit durch das Athmen in Freiheit gesetzt ist.Die Versuche sind mit einer Turteltaube angestellt und zumFressen wurde dem Thiere Hirse gegeben. Das Thier warvollgefüttert und die Menge des Essens und der Ercremente,so wie das Thier, vor und nach dem Versuch gewogen. In5 Tagen aß es 76,64 Gr. Hirse und gab 37,30 Gr. feuchteErcremente von sich; das Gewicht des Thieres war zu An-sang des Versuchs 187,90 Gr., am Ende des 3. Tages 186,27Gr. Die Ercremente und Speisen bestanden aus:
+) Ann, de Chem. et de Phys, Aoüt 1844 pg. 433.