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die Menfur A cc. ergreiffen, und selbige herab von der schregen Linie, und zwar von dem punctaa an unter sich biß an den punct A. bringen könnet. Auf gleiche Weise verfahret ihr auchoben mit der Menfur von d d. biß I, und bringt sie herab von der schregen Linie aus dem punct ee.biß I, ja folglich auch mit allen übrigen, so wird erlangt, was gesucht worden, und zu dieser gesgenwärtigen punctirten und aufwarts steigenden verschobenen Schnecken Linie ist nöthig geewesen.
§. 83.
Unter Fig. 85. zeige ich euch nicht minder die Möglichkeit einer unter sich geneigten Schner Fig. 85.cken- Linie, die sich ebenfalls nach einer willkührlichen Schregheit determiniret. Ihr könnetdahero dergleichen Schnecken- Linie unter gefälliger Gröffe zu Stande zu bringen, wenn ihr nueangezeigter massen euch einen verschobenen Maasstab nach derjenigen Schregheit machet, nachwelcher ihr die Schnecken- Linie wollet verschoben wiffen. Hier habe ich euch einen dergleichenfeitwarts für das Höhe Maas mit den gleichlautenden Buchstaben zum Muster gegeben, und diemit punchen ausgedruckte verschobene Schnecken Linie also eingetragen, als ob die in Fig. 83. zumFundament gelegte Menfuren hier in Fig. 85. völlig herum gedrehet worden waren; Alleine daschon dieses erfolgen fan, und ihr aus Fig. 83. alle und jede Menfuren herüber in Fig. 85. ansbringen, und damit eine solche unter sich verschobene Schnecken- Linie gestalten könnet, so kanich doch nicht umhin zu erinnern, was maffen, der Fig. 85. gemachte verschobene Maasstab voneiner andern Grösse gewählet worden seye, und daß man auch noch über diesen bey völligerAusdruckung Fig. 85. ebenfalls einen andern Maasstab nach der Lange a b. allhier gebrauchethabe. Dahero könnet ihr abnehmen, wie sich diese Methode in allerhand Fällen nüglich answenden lässet, ja weil sie sehr leicht auszuüben, selbige auch denen Werck, und sonderlich desnen Zimmerleuten bequeme Dienste leisten wird, wenn sie bey allerhand Dach Fenster. Verskleidungen,Strecklingen, Confoles und Krach Steinen/ dergleichen Voluten oder Schnecken.Linien nicht vorben gehen können. Anerwogen ich euch aber in dieser Tab. 6. Den Gebrauch dergedruckten Schnecken Linie an der zierlichen Lanterne der Peters Kirche bey Vorstellung Fig. 80, Fig. 80.gewiesen, so wird es verhoffentlich denen Liebhabern der Bau Kunst nicht mißfällig gewesenseyn, daß ich auch die vollige Kuppel- Proportion, welche samt der Lanterne unter Fig. 86, Fig. 86,hier vorstellig gemacht ist, denen Werckleuren habe zu kosten gegeben, und die völlige Con-ftruction durch die bengeschriebene Zahlen, Buchstaben und Circul Creise klar vor Augen gelesget/ wie ein dergleichen Werck ehemahls ist proportioniret worden. Und da auch in kleinernWercken denen Wercfleuten Gelegenheit aufstoffen kan, sich hieraus Raths zuerholen, wennfie allerhand Ausschaalungs. Stücke ben hölzern Kuppeln aufreisen sollen: Also habe ich hierFig. 87. gleicherweise, weil es der Raum verstattet, ihnen dieses gemein gemacht, und dergleichen Fig. 87.Stücke, so diese Kuppel formiren, zu reisen deutlich gewiesen, wenn sie nur diese Figur mitAttention betrachten, und mit Aufstellung des Circuls einen Versuch anstellen wollen.- ele§. 84.
Ja es werden auch selbsten diejenigen, so die Bau Kunst mehr als obenhin ausüben, inFig. 86. gleicherweise ein wenig Nachdencken anwenden können, wenn sie diejenigen Menfu- Fig. 86.ren, welche ich hier bengeschrieben habe, nach ihren Verhältnissen betrachten wollen; anerwo.gen felbft die ganze Kuppels Proportion samt der Lanterne sich aus der Conischen Section, oder vielsmehr aus der Antiquen Triangular- Proportion vorstellig machet, nach welcher die Antiquen. Kunst,ler die menschliche Gestalt, und zwar die Atheniensischen Bildhauere unter 7. Kopfs Gröffenausgedrücket haben, wovon ich verschiedenes in meinem Buch, Ars inveniendi betitult, denenscharffsinnigen Kunst. Nachforschern habe einfliessen lassen, welches ich hier füglich eingeschlossen vorweisen könnte, wenn ich bey diesem gegenwärtigen Tractat, nicht vielmehr denen Zimsmerleuten, mit Practischen und in die Augen fallenden Begriffen zu dienen, mir vorgenommenhätte. Ich verweise sie dahero, weil ich mich der Worte enthalten muß, und auch mit wenisgen nicht alles berühret werden kan, auf Betrachtung der beygefügten Buchstaben und CirculsCreise, welche ein jeder selbst nachmachen, und in Probirung ja Gegeneinanderhaltung derangefekten Gröffen, welche zwischen der Conischen schregen Seiten Linie LK. begriffen, gefunden werden, so viel fagen können, was zur Vergnügung eines jeden angewendeten Fleisses hierim Vorbeygehen hinlänglich seyn kan, massen diese Materie und Proportion des Kuppel- Bauesfich wird besser bey Ausführung meiner Steinhauer Kunst, und etlich 20. erfundenen neuenGewölbern gedencken, und mit etlichen regulairen Mustern und eingeschlossenen Reguln erweisfen lassen. Ja da ich in fpecie hier noch etwas von einer andern Sorte der gedruckten Schnescken Linie erinnern/ und mechanische Wege zu zeigen in diesem Cap. versprochen habe: Alsowill ich auch zur Remonftration desjenigen Vermögens, so wir bißhero in der Conischen undPyramidal- Section gekostet, euch eine Handleitung geben wie ihr euren Geschmackerweitern/ und eure Idéen schicklich ausführen könnet.
§ 2
CAP. VI.