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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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einen Winckel von 90. Grad behält, und seine 2. Schenckel an dem punct S. und T. unverändert gelegen sind.

S. 94.

Aus diesem erkannten Vermögen, daß man nehmlich mechanice könne einen halben Circulbeschreiben, absonderlich wenn man an den Winckelbacken in den punct W. einen Stifft mit ab.färbender Materie, oder einer Reiß Feder, oder auch nur einen simplen Nagel ordnet, wird ohnschwehr zu überdencken seyn, wie es auch möglich ist und geleistet werden mag, daß man kön,ne gleicherweise auch ein Viertel von eurem Oval durch dergleichen mechanische Umdrehung eines verschobenen Winckelbackens, überkommen, wie ihr denn solches aus bengelegter Fig. 99.gesFig. 99. nugsam wahrnehmer, wenn ihr euch die horizontal- gezogene Linie CK. an statt der Linie ST. Fig.100. 100, einbildet, und Fig. 99. zu beeden Seiten in den punct C. und K. 2. Mågel oder Stiffte einschlaget, den Abstand dieser 2. Nagel aber in A. halbiret, und aus A. die perpendicular AB, aufrichtet, ja endlich von A. in B. diejenige Menfur traget, nach welcher ihr begehret, daß sich derhalbe kleine Diameter eurer. elliptischen Linie in plano oder Oval- Figur richten solle, denn hier dieWeite von dem punct C. biß A. als der halbe groffe Diameter der elliptischen Linie, ebenfalls zuconcipiren ist. So demnach in den 2. puncten C. und K. die 2. unbewegliche Nägel angebracht,und das punctum C. oben gewählet, oder gegeben worden, so nehmet 2. Hölzer oder Lineal, undlaffet selbige wie CB. und BK. ausweiset, in den punct K. wie einen Circul durch einen Stifftzufamm fügen, ja einen kleinen Bogen nebst einer Stell Schraube den Schenckel BK. unwanbelbahr zu machen, euch verfertigen, daß ihr also diesen hölzern mechanischen Circul in dem Char-nier B. nach Gefallen umdrehen, und die Schenckel öffnen könnet. Ja zu mehrerer Bequemlichkeit laffet oben ben B. ein kleines Lochlein ordnen, daß ihr in felbiges ebenfalls einen Nageloder eine Reiß Feder stecken könnet, alsdenn leget nach solcher Zubereitung diesen verfertigtenCircul in einer solchen Oeffnung an die zwen angeschlagene Stifft in C. und K, daß der eineSchenckel CB. schreg von C. hinauf in den bestimmten punet B, und daß auch der andere Schen-cfel BK. just von dem punct B. biß an den punct K. seine Lage habe. Ben solcher Situation maschet mit der angebrachten Schraube und Hülffe des kleinen Circul Bogens den Schenckel BK.also unwandelbahr, und drehet nach diesem oben bey B. mit dem eingesteckten Stifft den bevesftigten Circul ftet von B. gegen C. herum, daß der Schenckel BC. allezeit an dem punct C, insgleichen der andere Schenckel BK an den punct K. anftreiffe, so wird der von B biß C. herabvolvirte Zug die punctirte elliptische Linie zum Vorschein bringen, und ihr sehet durch diesesVermögen, wie sich auf jedem Zug mit dergleichen Circul ein Viertel von einer elliptischen Lisnie beschreiben lasse, ja wie diese hier in Fig. 99. gedruckte vorgestellte Schnecken- Linie aus eistel elliptischen Viertels. Stücken seye zusamm gefeßet worden. Kommet es also hier bloß aufdas an, daß man jedesmal die Gröffe des halben kleinern, wie auch die Grösse des halben grosssen Diameters behörig um ein kleines ablanges Quadrat oder Parallelepipedon ordinire, und benjedem Viertel von diversen elliptischen Linien eben so verfahre, als wie allererst mit dem Circulzu thun gelehret worden.

§. 95.

Hier in unserer Fig. 99. habe ich von A. gegen D. ein solches ablanges Quadrat ADEU. andie Linie AC. gegen C.zu, geordnet, und selbiges nach derjenigen Proportion gemacht, nach wel.cher sich die beeden Diametri AB. und AC. verhalten. Weil nun AB. gegen AC. wie 1. gegen2. stehet, so habe auch das Quadrat ADEUA. 2. mal fo lang als hoch euch angegeben, und anfelbigem die Linie DEF, und EUG, mit den Seiten weiter hinaus gezogen, damit ihr auf die.fen Linien DF. und EG. jedesmal die proportionirten Diametros abstechen, und den geschraub.ten Circul darnach öffnen, und wie in dem ersten Viertel der beschriebenen elliptischen LinieBC. jedesmal verfahren könnet. Weil ihr nun findet, daß der kleine Diameter AB. fich zu demhalben grössern Diameter AC. wie 1. zu 2. verhalten, so dörfft ihr nur, um auf der Linie DF. denkleinen Diameter DF. zu überkommen, den Rest DC, so von dem halben gröffern Diameter AC,nach Anordnung des kleinern ablangen Quadrats euch ist übrig geblieben, in 2. gleiche Theile theislen, und also einen Theil davon aus D. unter sich in F. tragen, so ist F. abermahl das punctum, wodas Viertel der elliptischen Linie aufhören muß, welches sich von dem punct C. herab in F. erstrecket. Wo ihr nun dieses mit dem Circul ebenfalls/ wie vor gewiesen worden, mechanice beschreiben wollet, so ergreiffet die Menfur CD, als euren dermahligen groffen Diameter, und traget solche auf die Linie CK. in den punct Q, und schlaget den zuvor in K. gesteckten Nagel dermahlen in den punct Q, so könnet ihr mit unter sich gelegten umgewendten Circul euren ellipti-schen Zug von C. biß F. vollenden, indem ihr an dem punet C. und Q. die 2. Schenckel BC.und BK. ebenfalls beständig anliegen laffet, wenn ihr mit dem Stifft in B. von C. nach F. denwürcklichen Zug unternehmet. Gleichwie ihr nun aus diesem richtigen Verfahren abgenommen,daß sich auch die übrigen hier angezeigten Viertels. Stücke unter gleichmässiger Procedirung

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